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Hansjörg Stockner ist nicht nur eine Vereinsikone des SC Plose, sondern auch immer wieder für ein Comeback bereit.

Hansjörg Stockner: Ein Comeback kommt selten allein

Am 27. Mai 2018 hing Plose-Stürmer Hansjörg Stockner seine Fußballschuhe offiziell an den Nagel. Nach 343 Spielen und 201 Toren war für ihn Schluss. Doch jetzt hat der 34-Jährige schon sein zweites Comeback hinter sich.

Der Beruf als Chefkoch im eigenen Hotel und das Toreschießen für seinen Verein, dem SC Plose, war nicht mehr vereinbar. Doch bereits in der Saison 2019/20 half Stockner für 5 Spiele aus. Die Folge: weitere 2 Treffer in seiner ellenlangen Torschützenliste.


Am letzten Sonntag im Derby gegen Vahrn war es wieder so weit. Es lief die 81. Minute und Trainer Burkhard Goller schickte den Bomber auf das Feld. Die Plose-Spieler waren von der Präsenz von Hansjörg Stockner dermaßen beflügelt, dass nur wenige Sekunden später Michael Burger nach einem Eckball zum 1:0 einköpfte. Dabei blieb es auch. Warum der 34-Jährige erneut die Fußballschuhe schnürte wollte SportNews von ihm wissen.


SportNews: Hansjörg, das Spiel am vergangenen Sonntag war jetzt schon das 2. Comeback. Wie kam es dazu?

Hansjörg Stockner: „Ich habe schon bei meinem offiziellen Rücktritt gesagt, sollte mein Herzensverein der SC Plose mich brauchen, dann bin ich, soweit ich kann, da. So war es bereits in der Saison 2019/20, als ich für einige Spiele einsprang und so war es auch am letzten Sonntag.“


Was war der effektive Grund?

„Plose fehlt es zurzeit einfach an Spielern. Ohne mir und meinem Freund Günther Fischer, der ebenfalls einsprang, wären nur wenige Reservespieler auf der Bank gewesen und deshalb wurden wir gefragt auszuhelfen.“


Wie kommt es dazu, dass Plose zu wenige Spieler hat?

„Das ist eine gute Frage. Ich denke, dass in den Zeiten als wir noch in der Oberliga waren, es verabsäumt haben, junge Spieler einzubauen. Auch weil es in Plose eigentlich Tradition ist, dass man bis 36 - 37 Jahre spielt. Ich und auch Günther Fischer haben berufsbedingt schon mit Anfang 30 aufgehört. Zudem haben in den letzten Jahren einige Spieler ebenfalls aufgehört oder wie Patrick Federspieler, der ein wahnsinnig wichtiger Spieler für uns war, zu Lüsen gewechselt. Und dann muss man auch festhalten, dass es schwierig ist, gute auswärtige Spieler für die 1. Amateurliga zu begeistern. Das war in Oberligazeiten einfacher.“


Werden wir jetzt Hansjörg Stockner öfters und regelmäßig in St. Andrä auf dem Feld sehen?

„Mein Verein macht zurzeit ein schwere Zeit durch, kaut auf dem Zahnfleisch und ich versuche zu helfen, dass es nicht noch weiter nach unten geht. Die Truppe die heute das Plose-Trikot trägt ist super. Grundsätzlich stimmt alles und Trainer Burkhard Goller macht gute Arbeit. Einzig in der Breite sind wir nicht gut aufgestellt. Da müssen wir jetzt durch und hoffen, dass ein paar gute Junge, lieber früher als später, nachkommen. Ich zum Beispiel kann am Sonntag zum Auswärtsspiel beim SSV Taufers berufsbedingt nicht mitfahren. Ich glaube auch Günther Fischer nicht. Beim nächsten Heimspiel gegen Kiens könnte ich wieder mit dabei sein, sofern ich auch gebraucht werde.“


Wie viele Trainingseinheiten stecken in den Beinen?

„Keine einzige. Für das fehlt noch die Zeit. Vielleicht Ende Oktober und im November, wenn es ein wenig ruhiger wird, könnte sich das eine oder andere Training ausgehen.“

Hansjörg Stockner: Zur Person

  • Hansjörg Stockner lief in seiner ganzen Fußballkarriere nur für den SC Plose auf und absolvierte fast 30.000 Spielminuten.
  • Der Plose-Torgarant, der als Chefkoch im eigenen Familienbetrieb Hotel Tyrol in St. Ändra arbeitet, wurde in früheren Jahren des Öfteren von anderen Vereinen bezirzt. Er blieb stets standhaft und seinem Heimatverein immer treu.
  • Mittlerweile hat der 34-Jährige 349 Spiele für den SC Plose absolviert und 203 Treffer erzielt.

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