a Amateurligen

Roberto Stajev wechselte im Winter von Südtirol nach Litauen. © FK Jonava

Im Herbst noch 1. Amateurliga, jetzt in Litauen erfolgreich

Bis zur Corona-Unterbrechung in der 1. Amateurliga aktiv, jetzt auf dem Weg in die 1. Liga in Litauen. Roberto Stajev hat in den letzten Monaten einen satten Karrieresprung gemacht. SportNews hat nachgefragt, wie das möglich war.

Der Name Roberto Stajev ist auch in Südtirol nur Fußball-Insidern bekannt. Dabei zählte der 25-Jährige zu den hoch dekoriertesten Akteuren in den heimischen Amateurligen. Stajev hat in den 1. Ligen Nordmazedoniens, Serbiens und Sloweniens gespielt. Dazu kommen Erfahrungen in Österreich und der Schweiz. Jetzt peilt er mit dem FK Jonava den Aufstieg in die litauische Eliteliga an.


Stajev wurde 1995 in Stip geboren. Schon als Kind ein begeisterter Fußballer, wanderten seine Eltern wenig später nach Italien (zunächst Vicenza, dann weiter nach Meran) aus. Der FC Meran war auch Stajevs erster Verein in Südtirol, nachdem er in Nordmazedonien zuvor bereits in der 1. Liga debütiert hatte. „Es war bei Meran immer schön und ich habe dort viele Freunde gefunden“, sagt er heute.

Von Meran über Tirol zu Jonava
Im Winter folgte der Abschied vom FC Meran. Eigentlich sollte Roberto Stajev im Frühjahr für Tirol (ebenfalls 1. Amateurliga) auflaufen. Doch als in Südtirol der Lockdown ausgerufen wurde und der Start der Amateurligen in weite Ferne rückte, begann bei Stajev ein Umdenken: „Ich habe mich gefragt, ob ich meine Karriere noch einmal bei einem Profiverein ankurbeln soll. Durch Kontakte kam im Februar die Anfrage vom FK Jonava aus Litauen. Schnell habe ich gemerkt, dass es sich um ein seriöses Projekt handelt und es eine ausgezeichnete Chance für mich sein kann.“

Roberto Stajev will mit Jonava um den Aufstieg in die 1. Liga kämpfen.

Stajev nutzte die Möglichkeit und heuerte in Litauen an. Jonava ist ein bekannter Klub im Baltikum. Dreimal kürte sich der Verein aus der 30.000-Einwohner-Stadt zum Zweitligameister, bis 2018 spielte man in der A Lyga (1. Liga in Litauen). Die Rückkehr in die Eliteliga ist auch heuer das große Ziel des Klubs, so Stajev: „Wir wollen die Meisterschaft gewinnen, denn wir haben eine der stärksten Mannschaften der Liga.“ Im Moment sieht es gut aus für Stajev und Jonava. Mit sechs Siegen aus ebenso vielen Spielen liegt man an der Tabellenspitze. Stajev ist Stammspieler in der Innenverteidigung.
„Wenn ich Zeit habe, fahre ich nach Meran“
Während Roberto Stajev durch die Fußballwelt tingelt, wohnt seine Familie in der Passerstadt. Die Verbindung lässt er nicht abreißen: „Immer wenn ich Zeit habe, fahre ich nach Meran, um meine Freunde und die Familie zu besuchen. Ich bin gerne in Südtirol.“ Auch wenn er in Nordmazedonien geboren ist, hat er eine starke Verbindung zu seiner neuen Heimat – nicht nur weil sein jüngerer Bruder bereits hier geboren ist. „Ich bin dankbar, denn Südtirol und Italien haben mir viel gegeben. Die italienische Staatsbürgerschaft hat es mir auch auf meinem fußballerischen Weg oft viel einfacher gemacht“, so Stajev.

Als er im Winter vom FC Tirol, für den er weder ein Training noch ein Spiel bestritten hat, nach Jonava wechselte, glaubte Roberto Stajev an eine Rückkehr im Sommer. Dem ist mittlerweile nicht mehr so: „Ich hoffe, dass ich noch lange Zeit in Litauen bleiben kann. Hier gefällt es mir. Litauen ist ein EU-Staat und die Menschen hier sind sehr freundlich und zuvorkommend.“

Schlagwörter: Fussball

Empfehlungen

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben.

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2021 Sportnews - IT00853870210