a Amateurligen

Gabriel Tessaro (Nr. 10) könnte mit dem Bozner FC bald schon wieder um Oberliga-Punkte kämpfen. © DLife

Knalleffekt: Oberliga vor Wiederbeginn, der Rest muss warten

Im Amateurfußball herrscht seit Ende Oktober in Südtirol und Italien Stillstand vor. Das könnte sich nun rasch ändern – zumindest für die Oberliga, in der es schon in wenigen Wochen wieder um Meisterschaftspunkte gehen soll.

Südtirol sperrt ab Montag wegen der angespannten Coronasituation 3 Wochen lang zu. Paradoxerweise könnten einige Kicker ausgerechnet jetzt aus ihrem „Fußball-Lockdown“ geholt werden. „Am Samstag gab es eine Sitzung des nationalen Amateurligaverbandes LND“, erklärt Südtirols neuer Verbandspräsident Klaus Schuster. „Dabei ist folgender Beschluss gefallen: Die LND sucht beim CONI (Nationales Olympisches Komitee Italiens, Anm. d. Red.) an, dass die Oberliga als nationale Meisterschaft eingestuft wird. Sollte das genehmigt werden, dann dürfen die Oberliga-Klubs wieder trainieren und spielen.“


Hintergrund: Wegen der Coronasituation sind in Italien zurzeit nur Meisterschaften erlaubt, die auf nationaler Ebene ausgetragen werden. Wettbewerbe auf Regional- oder Provinzebene sind untersagt. Eigentlich ist die Oberliga eine regionale Meisterschaft, weil sie aber mit der Serie D – einem nationalen Bewerb – zusammenhängt, soll sie auch dementsprechend eingestuft werden. „Im Laufe der nächsten Woche wird das CONI den Antrag behandeln. Die Chancen stehen nicht schlecht“, so Schuster.

Regelmäßige Tests für die Oberligisten
Eine Wiederaufnahme der Tätigkeit bedeutet für die Oberligisten auch einen enormen Mehraufwand. „Ein Mal in der Woche müsste getestet werden. Vom Finanziellen her müssen wir da schauen, wie wir das decken. Von der LND wird es einen Beitrag geben, in einigen Regionen zahlt auch die Landesregierung einen Teil oder alles mit. Ich denke aber, es wird machbar sein“, so Schuster.

Brixen und St. Pauls sind seit Ende Oktober in der Corona-Pause. © Dieter Runggaldier


Wann soll die Meisterschaft fortgesetzt werden? „Ende März könnte es losgehen. Die Teams brauchen ja genügend Vorbereitungszeit.“ Und in welchem Modus soll die Saison abgeschlossen werden? „Darüber müssen wir noch mit dem Trientner Komitee sprechen. Ich denke aber, dass Szenario 1 am wahrscheinlichsten ist.“ Konkret bedeutet das, dass die Hinrunde zu Ende gespielt und danach im Playoff- und Playout-Modus fortgefahren wird.
Die unteren Ligen müssen sich gedulden
Das alles gilt allerdings nur für die Oberliga. Wie es für die unteren Ligen und die Jugendmeisterschaften weitergeht, steht in den Sternen. Am Samstag kursierten Gerüchte, dass diese Meisterschaften fix abgebrochen werden und der Spielbetrieb erst im September wieder aufgenommen wird. Das dementierte Klaus Schuster jedoch. „Fest steht, dass wir als autonomes Landeskomitee Bozen selbst für die Meisterschaften unterhalb der Oberliga zuständig sind. Weil diese Meisterschaften nicht von nationalem Interesse sind, hängt es hier vom Verlauf der Pandemie und der Gesetzgebung der Landesregierung ab, wann wieder gespielt werden kann. Deshalb steht hier noch viel in den Sternen.“

Am 17. Februar wird es eine Videokonferenz zwischen dem Landeshauptmann Arno Kompatscher und dem Vorstand des Südtiroler Fußball-Komitees geben. „Danach werden wir mehr wissen“, so Schuster. Offiziell ist das Mannschaftstraining im Amateurbereich bis zum 5. März ausgesetzt. Dass ab diesem Tag aber auch Nicht-Oberligafußballer wieder dem Ball hinterherjagen können, ist aufgrund der brisanten Coronalage mehr als nur fraglich.

Autor: det

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2021 Sportnews - IT00853870210