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Die Mannschaft von Riffian Kuens darf sich über den Aufstieg in die Landesliga freuen – und die Liga auf viele neue Gesichter. © M. Dorn

Landesliga ahoi: Neuland für Riffian, Rückkehr für Ridnaun

Nachdem die Amateurligen seit mehreren Wochen offiziell beendet sind, stehen jetzt auch die Aufsteiger fest. Aus der 1. Amateurliga gehen Riffian Kuens (Gruppe A) und die Auswahl Ridnauntal (Gruppe B) in die Landesliga. Während es für Erstere ein Novum ist, feiern die Wipptaler ihre Rückkehr in die höchste provinziale Spielklasse.

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass Franz Josef Theiner künftig nicht mehr an der Seitenlinie in Riffian stehen wird. Der Meraner verlässt den Neu-Landesligisten nach erfüllter Mission. „Wir sind mit dem Ziel gestartet, in die Landesliga aufzusteigen. Jetzt haben wir es geschafft und ich kann sagen, dass es eine super Zeit in Riffian war“, so Theiner, der einen Hauptgrund für sein Ausscheiden nennt. „Ich habe große Bedenken, ob die neue Saison im Juli angegangen werden kann. Einen Schwebezustand wollte ich nicht. Dazu kommt mein Betrieb und die Familie, für die ich jetzt mehr Zeit habe“, so der ehemalige Auswahl- und Obermais-Trainer, der als einer der wenigen in Südtirol die UEFA-A-Lizenz in Coverciano absolviert hat.

Franz Josef Theiner wird Riffian Kuens nach erfolgreicher Mission verlassen. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier

Was für Theiner klar war, ist, dass er mit keinem anderen Verein als Riffian Kuens in die Vorbereitung starten will. Wenn er weitergemacht hätte, dann nur bei den Blauweißen, betont Theiner. Er ist voll des Lobes für seinen ehemaligen Klub: „Der Verein, das Umfeld, die Zuschauer, die Mannschaft – alles war und ist super. Ich habe mir für die Entscheidung lange Zeit gelassen, einfach war es nicht.“ Und so wird Riffian Kuens mit einem neuen Trainer in eine historische Saison starten.
„Wäre die Saison gleich annulliert worden, hätten wir es akzeptiert. Jetzt allerdings wäre die Enttäuschung groß gewesen.“
Helmuth Schrott, SV Riffian

Der neue Mann an der Seitenlinie heißt Norbert Pixner, war bei den Burggräflern schon in der Vergangenheit ein Thema und soll jetzt die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre fortführen, wie der sportliche Leiter Helmuth Schrott bestätigt: „Es ist ein schönes Gefühl, dass der Aufstieg jetzt fix ist. Vom Kader her werden alle Spieler bleiben. Neu ist lediglich das Torhüter-Duo.“ Dieses besteht in Riffian künftig aus den Zugängen Daniel Holzknecht (Schenna) und Raphael Gruber (Tirol). Zudem darf sich der Verein auf einen ganz besonderen „Neuzugang“ freuen: In diesen Tagen wird nämlich ein neuer Kunstrasen auf dem Sportplatz verlegt.
16 Jahre danach: Ridnauntal ist wieder da
Im Gegensatz zu Riffian Kuens betritt die Auswahl Ridnauntal mit der Landesliga kein Neuland. 2004 mussten die Wipptaler, nach einer turbulenten Saison mit vier Absteigern und Entscheidungsspielen um den Klassenerhalt, eine Liga hinunter. Damals wie heute mit dabei: Matthias Markart. Stieg er vor 16 Jahren als Torschützenkönig (!) der Liga ab, so kehrt er jetzt als Trainer mit Ridnauntal zurück in die Landesliga.

Das Trainergespann Minzoni/Markart wird Ridnauntal auch in der Landesliga zur Seite stehen.

„Nach drei Monaten des Wartens sind wir froh, dass es jetzt fix ist“, sagt der frisch gebackene Aufstiegstrainer, der erst im Laufe der Vorsaison das Ruder übernommen hat. Zuerst führte er Ridnauntal, gemeinsam mit Manuel Rella (der dann Trainer bei Natz wurde), in die 1. Amateurliga. Jetzt, ein Jahr später, steht man in der Landesliga. „Technisch war die Mannschaft schon immer super. Durch ein paar Siege ist das Selbstvertrauen immer größer geworden. Wir konnten frei aufspielen, ohne Druck und am Ende war der Zusammenhalt der Buaben entscheidend“, so Markart über den Durchmarsch.
„Zuerst haben wir gehofft, dass es bald weitergeht. Dann, dass nicht annulliert wird. Jetzt sind wir einfach froh.“
Matthias Markart, Auswahl Ridnauntal

Einzig die Siegesfeier sei doch etwas anders gewesen, als vor einem Jahr: „Wir haben uns bei unserem Sponsor, dem Hotel Schneeberg, getroffen und im Rahmen des Erlaubten eine Pizza gegessen und etwas gefeiert. Aber es war freilich schon etwas Anderes als im Vorjahr, wo wir am letzten Spieltag Meister in der 2. Amateurliga geworden sind.“
Amateursaison 2019/20: Alle Südtiroler Aufsteiger
Landesliga: SV Stegen
1. Amateurliga: SV Riffian und Auswahl Ridnauntal
2. Amateurliga: SV Plaus, SV Schabs und SC Mareo
3. Amateurliga: SV Prad, SV Morter, Unterland Berg und SV Gossensaß

Autor: christian.staffler

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