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Hannes Ohnewein (St. Pauls) und Tramin-Freigeist Alex Pfitscher stehen in der SportNews-Top-11 der Oberliga-Saison 2019/2020. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier

Oberliga: Die SportNews-Top-11 der Saison

Daran hat auch das Coronavirus nichts geändert: Wie nach jeder Saison hat die SportNews-Redaktion auch heuer wieder eine Oberliga-Top-11 gekürt.

Formiert ist die Südtiroler Oberliga-Top-11 in einem 4-3-1-2-System mit Mittelfeldraute. Vorneweg: Zwei Spieler aus der letztjährigen Top-11 konnten sich im Team halten und trainiert wird die SportNews-Formation von Patrizio Morini.

Tor
Renè Pomarè (St. Martin Moos): Als einer von sieben Oberliga-Torhüter, die keine Sekunde der 21 gespielten Spiele verpassten, verlässt der „Mortiner“ Südtirol in Richtung Sardinien. Die erneute Nominierung für die SportNews-Top-11 der Oberliga (Pomarè war bereits im Vorjahr dabei) ist auch eine Hommage an die großartige Karriere des 31-Jährigen.
Abwehr
Hannes Ohnewein (St. Pauls | Rechtsverteidiger): Der Paulsner mag zwar nicht der technisch versierteste Oberliga-Verteidiger sein, doch an Einsatz und Laufbereitschaft ist Ohnewein nicht zu überbieten. Er steht sinnbildlich für den Kampf von St. Pauls, das im Herbst in eine tiefe Krise geschlittert war und sich erst am allerletzten Spieltag vor dem Corona-Abbruch daraus befreite. Als Kapitän Simon Fabi im Winter seine Fußballschuhe an den Nagel hängte, trug fortan Ohnewein die Binde am Arm und übernahm damit auch ein Stückweit die Verantwortung beim traditionsreichen Klub im Überetscher Weindorf.

Stefan Rellich (Tramin | Innenverteidiger): Der Obstbauer aus dem Unterland gehört seit Jahren zum Besten, was die Oberliga zu bieten hat. Die abgelaufene Saison überstand Rellich, der unter Trainer Hugo Pomella schon ziemlich alle Positionen durchgespielt hat, endlich einmal ohne grobe Blessuren. In fittem Zustand ist Rellich (3 Saisonstore) als Innenverteidiger eine Klasse für sich – und gehört deshalb auch zweifelsfrei in die Oberliga-Elf des Jahres.

Christof Auer (vorne) hat ein starkes erstes Oberliga-Jahr hinter sich. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier


Christof Auer (Lana | Innenverteidiger): Der Psairer ist eine der Überraschungen des Jahres. In der Landesliga bei seinem Heimatverein SC Passeier seit langem eine Stütze, zeigte der Linksfuß nach seinem Wechsel zu Lana auf Anhieb, dass er Oberliga-Niveau besitzt. Technisch stark, war Auer auch bei Standards immer gefährlich und erzielte 3 Treffer.

Ivan Angerer (Linksverteidiger | SSV Brixen): Der Blondschopf ist einer der offensivstärksten Außenverteidiger der Liga. Zuletzt fand er auch jene Konstanz, die ihm zum absoluten Oberliga-Topspieler manchmal fehlte. Nach seiner stärksten Saison in der Domstadt ist es gut möglich, dass Angerer sein Können nächste Saison mit St. Georgen in der Serie D zeigen kann.
Mittelfeld
Mattia Pareti (Bozner FC | defensives Mittelfeld): Zwar fehlte Pareti seinem Team öfter als gewohnt (nur 13 Einsätze), doch genau dann offenbarte sich seine Wichtigkeit. Der Kapitän der Talferstädter ist ein kompletter Mittelfeldspieler und der Kopf einer jungen Truppe, die als Aufsteiger von Beginn an keinen einfachen Stand hatte. So oder so: Pareti ist für den Bozner FC unverzichtbar – genauso wie für unsere Top-11 des Jahres.

Martin Ritsch (St. Georgen | rechtes Mittelfeld): Ob vom Elfmeterpunkt aus (alle 4 Versuche versenkt), bei Standards oder einfach während des Spiels – Ritsch ist eine Augenweide und einer der besten Spieler der Liga. Die 7 Saisontore untermauern nicht seinen vollen Wert, zeigen aber auch, wie gut er St. Georgen mit seinen technischen Fähigkeiten und seiner Klasse tut. Solche Spieler sind ein Gewinn für die gesamte Oberliga.

Martin Ritsch ist eine Konstante im Team von St. Georgen – egal ob in der Serie D oder der Oberliga.

Andreas Nicoletti (linkes Mittelfeld | Lana): Mit 21 Jahren ist der Gargazoner, dessen Vater Marco auch kommende Saison bei Kaltern an der Seitenlinie stehen wird, bereits ein absoluter Führungsspieler in Lana. Extrem wichtig ist Nicoletti nicht nur wegen seiner Torgefahr (7 Treffer), sondern auch, weil er im Mittelfeld alle Positionen bekleiden kann. Ob innen, außen, defensiv oder offensiv – Nicoletti ist ein echter Allrounder und gehört definitiv in die Oberliga-Elf des Jahres.

Alex Pfitscher (offensives Mittelfeld | Tramin): Der Montaner ist pures Talent. Einer der spektakulärsten Spieler der Oberliga, torgefährlich und manchmal unorthodox in seiner Spielweise. Ein absoluter Ausnahmekönner, der auch in der abgelaufenen Saison wieder 13 Treffer für Tramin erzielt hat. Pfitscher ist einer dieser Spieler, auf die man sich immer freut, wenn man durch die Unterlandler Obstwiesen in Richtung Traminer Sportplatz fährt.
Angriff
Jonas Clementi (Sturm | St. Pauls): Kein Verein war so von einem einzigen Spieler abhängig, wie der FC St. Pauls von Clementi. Für die Überetscher war er die Torgarantie schlechthin – trotz einer Ladehemmung zu Saisonbeginn. Am Ende der Saison stehen für den Leiferer, der nächste Saison für Obermais stürmen wird, trotzdem wieder 10 Tore in 15 Spielen zu Buche. Tormaschine bleibt eben Tormaschine.

Matthias Bacher ist mit 10 Saisontoren der Torjäger von Obermais. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier


Matthias Bacher (Sturm | Obermais): Es dauerte etwas, bis der Untervinschger bei seinem neuen Klub auf Touren kam. Doch dann fand Bacher seinen unvergleichlichen Torriecher wieder, der schlussendlich zu 10 Saisontoren führte – der weitaus beste Wert der Obermaiser Mannschaft. Gemeinsam mit Clementi und Pfitscher, dem treffsichersten Südtiroler der Liga, bildet Bacher somit verdient den brandgefährlichen Dreizack der SportNews-Top-11.
Trainer
Patrizio Morini (St. Georgen): Dieser Mann ist schlichtweg ein Phänomen. Was er mit St. Georgen in den zehn gemeinsamen Jahren bereits alles durchgemacht hat, in guten und weniger guten Zeiten, ist außergewöhnlich. Von der Serie D in die Oberliga – und bald wieder zurück? Die Vorzeichen stehen gut. Doch auch wenn die Pusterer künftig weiterhin in der Oberliga spielen sollten, bleibt Morini eine Ausnahmeerscheinung im Amateurfußball. Man könnte fast schon sagen: Er ist der Alex Ferguson von St. Georgen.

Autor: cst

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