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David Zimmerhofer (links) wird mit der Roten Karte vom Platz gestellt – eine harte Entscheidung. © Franz Griessmair

Oberliga: Vor dem Top-Spiel gehen die Wogen hoch

Die Mini-Oberliga biegt auf die Zielgerade ein: Noch drei Spiele sind zu absolvieren. Dabei haben mit Levico, Obermais und St. Georgen gleich drei Teams noch die Chance auf den Aufstieg. Am Mittwochabend steht ein richtungsweisendes Match auf dem Programm – zuvor aber gingen bei St. Georgen die Wogen hoch.

Für den neutralen Fan könnte es nicht besser sein: Drei Spieltage vor Schluss steht Levico mit 23 Punkten auf Platz 1, Obermais folgt mit 21 auf dem zweiten Rang und St. Georgen liegt mit 20 an dritter Position. In den letzten drei Partien werden sich diese Teams allesamt noch einmal gegenüberstehen. Spannender hätte das Saisonfinale der Mini-Oberliga also nicht ausfallen können.


Für St. Georgen steht am Mittwochabend ein richtungsweisendes, um nicht zu sagen entscheidendes Duell an. Dann trifft die Truppe von Patrizio Morini auswärts auf Levico. Bei einer Niederlage wäre der Meistertraum geplatzt, bei einem Sieg hätten die Pusterer wieder gute Chancen, sich den Traum von der Serie D zu erfüllen.

Zimmerhofer-Sperre ärgert die Jergina
Nicht mit dabei wird am Mittwoch gegen Levico und auch am Sonntag im nächsten Hammer-Duell mit Obermais David Zimmerhofer sein. Der von Ahrntal ausgeliehene Mittelfeldspieler, der mittlerweile zu den wichtigsten Akteuren im Team der Jergina zählt, wurde im hitzigen Derby gegen Stegen (1:1) wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit noch vor der Halbzeit mit der Roten Karte vom Platz gestellt. Der Grund: Abseits des Spielgeschehens war Stegen-Spieler Philipp Piffrader nach einem Kontakt mit dem ehemaligen Profi zu Boden gegangen. Die Linienrichterin Laura Sberna hat dabei einen Tritt des St.-Georgen-Akteurs gesehen, signalisierte das dem Schiedsrichter, der Zimmerhofer daraufhin vom Platz stellte. Vom Sportrichter gab es eine Sperre von zwei Spieltagen.
„Eine solche Szene passiert im Spiel immer wieder Mal.“
Georg Brugger

St.-Georgen-Chef Georg Brugger kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen. „Das war niemals eine Tätlichkeit. Auf verschiedenen Aufnahmen sieht man, dass es nirgends einen Tritt gegeben hat – allenfalls eine leichte Berührung, die jedoch nie und nimmer absichtlich war. Eine solche Szene passiert im Spiel immer wieder mal. So eine Entscheidung ist spiel-, ja meisterschaftsentscheidend“, so ein aufgebrachter Brugger, der ergänzt: „Kurz vor Spielende bekam unser Spieler Noah Gietl einen Ellbogen ins Gesicht und hat sich dabei eine Gehirnerschütterung zugezogen. Dafür gab es nicht einmal ein Foul, und unser Spieler wird für zwei Partien aus dem Verkehr gezogen. Das finde ich nicht richtig.“
Lob für Obermais
St. Georgen geht also mit viel Wut in das Duell mit Levico. Bauen kann Trainer Patrizio Morini wieder auf Stürmer Alexandre Koré (war verletzt) und Martin Ritsch (war gesperrt), dafür fehlt neben Zimmerhofer und Gietl auch Gabriel Brugger gelbgesperrt. Klar ist, dass vor dem Finale dieser so turbulenten Saison 2020/21 also viel Brisanz drin ist. Denn neben den vor Saisonstart favorisierten Levico und St. Georgen spielt auch Obermais eine grandiose Meisterschaft – und das, obwohl etliche Leistungsträger wie Jonas Clementi oder Lukas Obkircher nicht dabei sind. Lob gibt es dafür auch von Georg Brugger: „Dass es für sie auch ohne diese drei, vier Stützen so gut läuft, ist schon überraschend. Die junge Truppe hat einfach einen Lauf, der aus dem Herbst mitgenommen wurde. So ein positiver Geist, so eine positive Einstellung kann Flügel verleihen.“

St.-Georgen-Chef Georg Brugger.


Wer sich im Titelrennen schlussendlich durchsetzt, wird spätestens am nächsten Sonntag klar sein. Dass es St. Georgen im Falle eines verpassten sportlichen Aufstiegs über Verbandswege mit dem Sprung in die Serie D versucht, ist laut Brugger unwahrscheinlich. „Im letzten Sommer haben wir es mit einem Aufstieg über Verbandswege versucht und wussten bis kurz vor Saisonstart nicht, wo wir stehen. So eine Unsicherheit will ich nicht mehr haben. Ohnehin steige ich lieber auf dem Platz auf. Ob also eine Anfrage auf Aufstieg beim Verband gestellt wird? Eher nicht als schon“, so Brugger. Zu viele Gedanken will der St.-Georgen-Chef daran aber nicht verschwenden. Denn noch steht das Saisonfinale aus. Und das hat es, im Vergleich zu den letzten Jahren, immens in sich.
Oberliga, 12. Spieltag (am Mittwoch um 20 Uhr)
Vipo Trient – Lavis
Obermais – Stegen
Levico – St. Georgen


SPGUVTVP
1. Levico Terme972022:223
2. Obermais963015:521
3. St. Georgen962115:620
4. Gardolo1031614:2310
5. Stegen102267:148
6. Lavis102176:147
7. Vipo Trient91176:214

Schlagwörter: Fussball

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