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Normalerweise geht's auf der Ersatzbank von St. Pauls so wie hier ruhig zu. Das hat sich am letzten Sonntag aber geändert. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier

RÜCKPASS | Ein dreister Diebstahl auf der Ersatzbank

Der SportNews-Rückpass ist von der laaaangen Corona-Pause zurück – und muss gleich in die Alfred-Hitchcock-Rolle schlüpfen. Denn auf einem Oberliga-Platz hat sich im wahrsten Sinne des Wortes ein kleiner Kriminalfall zugetragen.

TATORT Oberliga: CSI St. Pauls
Wenn in dieser SportNews-Rubrik von Diebstählen berichtet wird, dann höchstens nur, weil das chancenlose Kellerkind im Duell mit dem Star-Ensemble der Liga so glücklich wie unverhofft zum Erfolg gekommen ist wie seinerseits Paradiesvogel Pietro Lombardi. Aber dass sich inmitten eines Fußballplatzes während eines Spiels wirklich mal ein richtiger, echter, ja fast schon CSI-mäßiger Diebstahl zutragen sollte, das hätten wir uns nicht gedacht. Der Fußball hat uns mit seiner „es-gibt-nichts-was-es-nicht-gibt“-Prahlerei jedenfalls wieder einmal eines Besseren belehrt.


Zugetragen hat sich die filmreife Szene am vergangenen Sonntag in Trient, wo die Hausherren von Vipo auf St. Pauls getroffen sind. Das Spiel selbst – sprich ein 1:0-Sieg von Vipo – wird wohl keinem Akteur länger als ein paar Wochen in Erinnerung bleiben, dafür aber das, was sich am Rande der Partie zugetragen hat.

Die Täter auf eigene Faust geschnappt
Wie bei jedem Spiel haben es sich auf der Ersatzbank die Reservespieler, Co-Trainer und Betreuer gemütlich gemacht und sich auf ein spannendes Fußball-Spiel gefreut. Das dann auch tatsächlich recht unterhaltsam verlief, bis es dann plötzlich ein böses Erwachen gab: Andreas Rufin, der schon seit Jahrzehnten als Betreuer von St. Pauls Sonntag für Sonntag im Einsatz ist, bemerkte irgendwann, dass seine Tasche mit den Wertsachen inklusive Handy nicht mehr da ist. Bald wird klar, dass im Begrenzungszaun hinter der Ersatzbank ein Loch ist – und die bittere Erkenntnis folgte: Wir wurden während eines Fußball-Spiels von dreisten Langfingern ausgeraubt.

Damit ist die Geschichte aber noch nicht zu Ende. Die Täter hatten die Rechnung nämlich ohne das Paulsner Kampferherz gemacht, das sich auch außerhalb des Feldes nicht so leicht geschlagen gibt. Und so orteten die Blau-Weißen das gestohlene Handy und fuhren mit den mittlerweile herbeigerufenen Carabinieri dorthin, wo die Täter im zweiten Versuch gestellt wurden. Handy und Hausschlüssel bekam „Ander“ zurück, die Brieftasche samt Bargeld und Dokumenten ging offenbar während der Flucht verloren und war weg.

Das Resümee: Einerseits traurig, dass man nicht einmal mehr während der schönsten Nebensache der Welt sicher ist. Und andererseits auch glücklich, dass es doch noch ein kleines Happy End gegeben hat – und eine filmreife Geschichte für den nächsten Stammtisch-Abend obendrein.


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In der Rückpass-Rubrik arbeitet die SportNews-Redaktion jede Woche besondere und kuriose Ereignisse im Südtiroler Amateurfußball mit etwas Witz und Heiterkeit auf.

Autor: det

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