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Lana-Trainer Kurt Forer erlebte mit seinem Team einen ungewöhnlichen Nachmittag. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier

RÜCKPASS | Ein Linienrichter auf der Auswechselbank

Lana gegen Mori, ein zähes 1:1-Remis – und doch hatte dieses Match eine Kuriosität parat, die es so oft wohl nicht zu sehen gibt. Hat nachgehakt: Der SportNews-Rückpass.

TATORT Oberliga: Die Fahnen fehlen
Spiele des SV Lana sind in der Regel ja schon vor Anpfiff immer etwas speziell – und auch verwirrend. Die Fußballer aus dem Burggrafenamt laufen nämlich nicht mit den typischen Rückennummern 1 bis 11 aufs Feld, sondern in fixen Trikots mit fixer Ziffer. Beispiel gefällig? Goalie Luca Tenderini ist mit seiner Nummer 12 nicht etwa der Ersatztorhüter, sondern hat vor der Saison einfach entschieden, dass er als Stammgoalie auf diese unkonventionelle Ziffer baut.


Am vergangenen Sonntag waren die Rückennummern der Burggräfler aber für einmal nicht das Kurioseste, was das Spiel zu bieten hatte. Als sich beide Teams nämlich nach einer umkämpften ersten Halbzeit wieder für die entscheidende, zweite Hälfte bereitmachten, gab es ein Problem: Einer der beiden Linienrichter hatte sich in den ersten 45 Minuten eine folgenschwere Zerrung zugezogen. Für ihn stand in der Pause fest: Es geht nicht mehr weiter. Was also nun?

Alle Hände voll zu tun
Das Reglement sieht vor, dass bei einem Ausfall eines Linienrichters auch der zweite nicht mehr mitwirken darf – sonst würde es logischerweise ein Ungleichgewicht geben. In Mori herrschte also dieselbe Problematik vor wie bei den vielen Geisterspielen im Vorjahr: Die Fahnenschwenker fehlten. Folglich mussten zwei Betreuer einspringen, die jedoch keine Abseitspositionen anzeigten, sondern lediglich die Fahne hoben, wenn der Ball im Aus war. Was für Schiedsrichter und Kicker aus den unteren Ligen Normalität ist (Linienrichter gibt es hier nicht), war für ein Oberliga-Match durchaus etwas befremdlich. Schiedsrichter Moritz Schmidhammer Steger hatte jedenfalls alle Hände voll zu tun.

Und was passierte mit den offiziellen Linienrichtern? Für den verletzten war der Arbeitstag zu Ende, der fitte nahm dagegen auf der Ersatzbank des Heimteams Mori Platz. Seine Aufgabe in der zweiten Halbzeit: Die Wechsel beider Teams anzuzeigen. Schlussendlich trennten sich beide Mannschaften mit 1:1 – ein Remis der kurioseren Sorte.

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In der Rückpass-Rubrik arbeitet die SportNews-Redaktion jede Woche besondere und kuriose Ereignisse im Südtiroler Amateurfußball mit etwas Witz und Heiterkeit auf.

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