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Holte mit Unterland Berg 3 Punkte, indem er 400 Kilometer von zu Hause entfernt Schlutzkrapfen zubereitete: Peter Pinter.

RÜCKPASS | Eine schlutzige Angelegenheit

Aus Truden nehmen Spieler abenteuerliche Reisen auf sich und in Mölten gibt’s kuriose Torschützen: Der SportNews-Rückpass für diese Woche ist wieder da.

TATORT 3. Amateurliga: Lukas Podolski und die Deutsch-Schularbeit
Teamgeist kann im Fußball ja auf verschiedene Art und Weise ausgelebt werden. Beispielsweise durch eine rettende Grätsche in letzter Minute für einen Mitspieler, der nach einem kräftezehrenden Spiel weniger Luft intus hat als ein platter Reifen. Oder aber auch schlicht und einfach mit einem gemütlichen Gerstensaft nach einem unbedeutenden Sieg im Abschluss-Trainingsspiel. Von diesem Teamspirit scheint man beim 3.-Amateurliga-Klub Unterland Berg reichlich zu haben, wie die jüngste und höchst kuriose Episode klarmacht.

Die Unterlandler mussten am Samstag im Spitzenspiel der Runde gegen die SG Eggental ran. Anstatt voller Vorfreude war man im Vereinsheim der „UB“ unter der Woche aber nervöser und ratloser als Lukas Podolski vor der Deutsch-Schularbeit. Der Grund: Stammtorhüter David Obwexer musste ausgerechnet am Spieltag aus beruflichen Gründen zu einem Messetermin in Passau – das ist eine Ortschaft in Deutschland, 400 Kilometer von zu Hause entfernt. In den Tagen vor dem Spitzenmatch wurden also Telefonate geführt, SMS verschickt, Gespräche gemacht – doch es half alles nichts: Es ließ sich einfach kein Ersatz finden.

Den Machern von Unterland Berg war klar: Unsere Mannschaft ohne Stammtorhüter – das ist wie ein Magier nach einer misslungenen Zaubershow-Zersägung: höchstens halb so gut. Deshalb griff man zu einer kuriosen wie ungewöhnlichen Maßnahme: Kurzerhand konnte man Mittelfeldspieler Peter Pinter (auch er wäre eigentlich eine Stammkraft) überreden, als Messe-Vertretung für Tormann Obwexer einzuspringen. Während der Torhüter also zu Hause seinem Team mit einigen starken Paraden zum 5:3-Sieg im Spitzenspiel verhalf, kochte und präsentierte sein Kollege Pinter in einem Messe-Showroom 400 Kilometer von zu Hause entfernt typische Südtiroler Schlutzkrapfen. Bleibt eigentlich nur noch eine Frage: Wer von den beiden hat für die drei Punkte mehr geschwitzt?
TATORT 2. Amateurliga: Vielseitig muss man sein
Eins vorweg: Mölten Vöran erlebte am Sonntag einen gebrauchten Tag. Die stark ersatzgeschwächte Truppe musste sich mit 1:4 bei Mals geschlagen geben. Trotzdem gab es ein Schmankerl, das die Niederlage doch etwas versüßen konnte. In der 68. Minute wurde ein gewisser Romeo Mittelberger als Stürmer aufs Feld geschickt, der später auch noch den Ehrentreffer zum 1:4 erzielte. Was dabei kurios ist? Romeo ist normalerweise der Ersatztormann, musste wegen der Personalnot aber als Stürmer ran. Vielseitig muss man eben sein.

Autor: det

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