a Amateurligen

Juri Osti, Schlussmann von Ritten.

RÜCKPASS | K.o.-Schlag à la Klitschko

Ein Ausflug in die 1. Amateurliga und ein Abstecher in die Serie D: Der SportNews-Rückpass hat auch diese Woche wieder so einiges im Kofferraum verstaut.

TATORT 1. Amateurliga: One Morning in Bangkok

Drei Elfmeter in einem Spiel – das ist an sich schon ungewöhnlich. Wenn dann auch noch die beiden Torhüter über sich hinauswachsen, dann bekommt die Geschichte endgültig eine einzigartige Note. So geschehen in der Partie zwischen Ritten und Schlanders, in der von Beginn an mehr Betrieb war als im Morgenverkehr in Bangkok. Zwei Minuten waren gespielt, da zeigte der Schiri nach einem Handspiel im Schlanders-Strafraum das erste Mal auf den Punkt. Ritten-Akteur Donquerque trat an, nahm maß – und scheiterte mit seinem Elfer an Goalie Wellenzohn.

Wie man es besser macht, zeigte Rittens Kapitän Sven Riedl nach 30 Minuten, als er die Kugel bei einem Foulelfmeter souverän im Tor unter brachte. Einen gab es aber noch – und zwar in der 82. Minute. Beim Stand von 2:1 aus Sicht von Ritten hatte der Schlanderer Martin Blaas mit einem Elfmeter die große Chance auf den Ausgleich. Bei seinem Versuch ging Ritten-Torhüter Juri Osti aber schneller runter als Wladimir Klitschkos Gegner beim K.o.-Schlag und boxte den Strafstoß von der Linie. So blieb es beim 2:1 für die Fußballer vom Hochplateau – und zwei Torhütern, die für einen denkwürdigen Nachmittag gesorgt haben.

TATORT Serie D

Eigentlich ist die Serie D in unserer Amateurfußball-Kolumne so fehl am Platz wie Marco Reus in einer Fahrschulen-Werbung. Ausnahmen bestätigen aber bekanntlich immer die Regel. Nun denn: Am Sonntag lag St. Georgen gegen Levico mit 0:1 in Rückstand, da bekamen die Trentiner einen Elfmeter zugesprochen. Alessandro Masia lief an, suchte sich das rechte Eck aus, schloss ab – und sah mit an, wie „Jergina“-Goalie Lukas Demetz den Ball entschärfen konnte. Allerdings genau vor die Füße des Schützen, der schneller reagierte als ein gelangweilter Schüler bei der Pausen-Klingel und die Kugel per Nachschuss ins Netz setzte. Soweit, so normal.

Allerdings staunte manch einer nicht schlecht, als der Schiedsrichter den Treffer anfangs nicht geben wollte. Offenbar hatte der Unparteiische anstatt der Parade von Demetz einen Pfostentreffer des Elferschützen gesehen – in diesem Fall wäre der Schütze laut Regelwerk beim Nachschuss im Abseits gestanden. Nach kurzer Rücksprache mit den Linienrichter sah der Unparteiische seinen Fehler aber ein und gab das Tor.

Autor: det

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