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Tramin gegen Mori Santo Stefano: Solche Bilder wird es auch in Zukunft geben. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier

Spaltung der Oberliga? Kopfschütteln in Bozen

Ein am Sonntag in der Tageszeitung l'Adige erschienener Bericht sorgt in der lokalen Fußballszene für Wirbel. Darin ist die Rede von einer möglichen Spaltung der Oberliga – in eine Südtiroler und eine Trientner Fraktion.

„Eine Oberliga nur für Trient“, lautet der Titel des Berichts in der Sonntagsausgabe der l'Adige. „Nachdem die Beziehungen zu Südtirol immer schwieriger werden, ist es an der Zeit, die beiden Landeskomitees komplett zu trennen“, heißt es weiter. Der Vorschlag: Nach der Corona-Pandemie eine eigenständige Oberliga für Trient und eine für Südtirol auszutragen.

Provinziale Oberliga ist kein Thema
Paul Georg Tappeiner, der Präsident des Autonomen Landeskomitees Bozen, hatte für diesen Bericht, in dem auch von großen Spannungen der beiden Komitees die Rede ist, nur Kopfschütteln übrig. „Den Journalisten gehen wohl die Themen aus, deshalb müssen sie Sachen erfinden“, sagt Tappeiner auf SportNews-Nachfrage – und stellt sofort klar: „In den letzten vier Jahren ist von offizieller Seite weder beim Komitee Trient noch beim Komitee Bozen je ein Ton darüber gefallen, dass die Oberliga getrennt werden soll. Da ist wieder etwas aufgegriffen worden.“

Paul Georg Tappeiner winkt ab: Eine Spaltung der Oberliga ist kein Thema.

Von Seiten der Südtiroler Vereine gab es ebenfalls keine offizielle Anfrage an das Komitee in Bozen. Und so ist eine Trientner bzw. Südtiroler Oberliga bisher nicht mehr als eine Idee von Vereinen oder Funktionären, die wohl auf beiden Seite ihre Anhänger, aber auch Gegner hat.
„Es war in Ordnung zu spielen.“
Paul Georg Tappeiner über den 8. März

Besonders geärgert haben Tappeiner einige Anschuldigungen, die im Bericht vorgekommen sind. Unter anderem wurde der Schritt, am 8. März noch zu spielen (während im restlichen Italien der Ball ruhte), stark kritisiert. „Unter Ausschluss der Öffentlichkeit war es an jenem Tag laut Dekret aus Rom in Ordnung, zu spielen. So wurde es dann auch gemacht“, verteidigt sich der Präsident. Weitere Anschuldigungen: Das Komitee in Bozen habe „aus unerklärlichen Gründen“ ein Kräftemessen der besten regionalen Jugendteams in Form einer Mini-Meisterschaft im Winter verhindert. „Zu schreiben, dass das an uns gescheitert ist, ist eine Frechheit und entspricht nicht der Wahrheit.“
Tappeiner macht Hoffnung für neue Saison
Zurzeit ist an einen normalen Fußballer-Alltag ohnehin nicht zu denken. Wegen der Coronakrise ruht seit Anfang März der Ball in ganz Italien. In dieser Woche stehen wieder einige Video-Konferenzen auf dem Programm – gut möglich, dass dann eine Entscheidung fällt, wie die Saison 2019/20 gewertet wird. Dass diese auf dem Platz zu Ende gespielt wird, ist mittlerweile ausgeschlossen.

Tappeiner macht indes Hoffnung, dass die Teams Mitte Juli zumindest wieder trainieren können. „Wenn die Zahlen so bleiben wie in diesen Tagen, kann ich mir vorstellen, dass die Vorbereitung auf die neue Saison Mitte Juli – natürlich unter Einhaltung einiger Auflagen – starten kann.“

Autor: det/cst

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