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Luca Consalvo freut sich, wieder auf dem Fußballfeld zu stehen. © chm

St.-Georgen-Neuzugang Consalvo: „Vielleicht ergibt sich ja was“

Luca Consalvo ist im heimischen Amateurfußball einer der gefürchtetsten Torjäger. Jetzt hat er die Chance, sich beim ASC St. Georgen zu beweisen und mit den Pusterern den Aufstieg in die Serie D anzupeilen. Hier spricht er über seinen Wechsel, den anstehenden Liga-Restart und über das Verständnis für Fußballer, die während der Pandemie ihre Laufbahnen beenden.


Wie groß ist bei Ihnen die Freude, dass die Oberliga-Meisterschaft am 25. April startet?

„Die Freude ist sehr groß. Es war jetzt doch eine lange Zeit, dass ich meinem Lieblingshobby nicht nachgehen konnte. Ich glaube, dass jeder der spielen kann, froh ist, dass zumindest diese verkürzte Meisterschaft auf die Beine gestellt wurde.“


In der Hinrunde waren Sie noch für Natz in der Landesliga im Einsatz. Die Landesliga erlebt keinen Restart, sind Sie deshalb besonders glücklich, dass es mit St. Georgen geklappt hat?

„Das freut mich grundsätzlich besonders, denn das Interesse, in St. Georgen zu spielen, war von meiner Seite schon immer da. Dass es jetzt endlich geklappt hat, freut mich sehr. Einerseits dass ich für St. Georgen spielen kann, aber auch, dass ich überhaupt spielen kann.“


Ärgert es Sie, dass die Landesliga mit Ihren Natzer Kollegen nicht starten darf, die Oberliga aber schon?

„Logisch, wäre es super gewesen, wenn auch die Landesliga eine Restart hinlegen hätte können. Vermutlich würden sich alle Fußballer in allen Ligen freuen, wenn sie wieder spielen könnten. Auf der anderen Seite muss man aber auch froh sein, dass überhaupt etwas startet und dann die anderen Ligen nach und nach auch ihren Betrieb aufnehmen.“


Es ist eine reduzierte Oberliga-Meisterschaft. Hat diese für Sie den gleichen Wert wie eine gewöhnliche Spielzeit?

„Für mich bedeutet der Restart mit St. Georgen, dass ich wieder ins Training einsteigen und mir die nötige Kondition holen kann. Für mich ist auch interessant zu sehen, wie und ob ich einer Mannschaft wie St. Georgen helfen kann. Vielleicht ergibt sich dadurch auch noch etwas für die Zukunft.“

Luca Consalvo wechselte von Natz nach St. Georgen.


Was sind denn Ihre persönlichen Ziele bei St. Georgen?

„Mir geht es vor allem darum, so viele Einsätze wie möglich und auch Erfahrung zu sammeln. Weiter ist es mir wichtig, St. Georgen und meinen neuen Mitspielern so gut als möglich zu helfen und sie, wo es nötig ist, zu unterstützen.“


Erhoffen Sie sich durch den Wechsel ein längerfristiges Engagement bei St. Georgen?

„Im Moment beschränkt sich meine Zeit bei St. Georgen auf die nächsten 3 Monate und ich will diese hier genießen. Weiter in die Zukunft will ich Moment auch nicht schauen, denn ich muss auch erst sehen, wie ich mich zurecht finde und welche Absichten St. Georgen für die Zukunft verfolgt.“
„Es war sehr angenehm mehr Freiräume für die Familie zu haben“
Wie haben Sie persönlich die fußballfreie Pandemiezeit erlebt? War es für Sie eine schwierige Zeit oder haben Sie die Gelegenheit genutzt, sich einmal mit anderem zu beschäftigen?

„Am Anfang, in der Zeit von Oktober bis Dezember, war ich froh, dass die Meisterschaft unterbrochen wurde, denn ich hatte Probleme mit meinem Knöchel, spielte aber mit Tapeverband trotzdem. Die Zeit nach der Unterbrechung habe ich dann genutzt, um die Knöchelverletzung vollends auszukurieren. Dann war es auch eine Zeit lang sehr angenehm, mehr Freiräume für die Familie zu haben. In dieser Zeit habe ich gemerkt, wie zeitaufwendig der Fußball eigentlich ist. Dadurch könnte es beim einen oder anderen Fußballer auch vorkommen, dass er nicht mehr in eine Meisterschaft einsteigen will. Für mich kam das nicht in Frage, denn ich bin glücklich, dass ich wieder spielen kann.“


Wie groß ist Ihr Verständnis, dass es doch einige Oberligavereine gibt, die sich nicht für die Meisterschaft angemeldet haben?

„Ja, das kann ich durchaus nachvollziehen. Jeder Verein muss für sich selbst die Entscheidung treffen, ob er am Restart mitmachen will oder nicht. Jeder Verein wird seine Gründe haben. Was mich erstaunt bzw. was ich nicht verstehe, dass es Mannschaften gibt, die mit dem Individualtraining gestartet sind, aber keine Meisterschaft spielen. Die Prozedur mit den Tests ist ja trotzdem vorhanden, das ist aufwändig. Aber wie gesagt, jeder Verein wird seine Gründe haben, warum er wie entschieden hat.“


Fragen: Christian Morandell

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