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Treffen Martin Ritsch (links) und St. Georgen im nächsten Jahr in der Serie D auf Virtus Bozen und Hannes Kiem? Ausgeschlossen ist das nicht. © DLife / Matteo Groppo

St. Georgen liebäugelt mit der Serie D: „Warum nicht?“

Der definitive Abbruch der Fußball-Amateurligen ist nur mehr eine Frage der Zeit. Was passiert aber danach? Wer steigt auf? Steigt jemand ab? Diese Fragen stellen sich zurzeit wohl tausende Fußballer, Funktionäre und Fans in ganz Italien. Auch in St. Georgen verfolgt man die Geschehnisse genauestens.

Vor einem Jahr sind die Jergina über die Play-out-Spiele von der Serie D in die Oberliga abgestiegen. Heuer war das Team um Kapitän Roland Harrasser wieder mittendrin im Kampf um den Aufstieg – auch wenn Trient mit 11 Punkten Vorsprung an der Spitze kaum noch einzuholen gewesen wäre. Als Tabellenzweiter waren die Pusterer aber alleine auf weiter Flur, immerhin lag Arco als Dritter schon 10 Punkte zurück. Gut möglich, dass St. Georgen heuer also die Aufstiegs-Play-offs bestritten hätte. Doch Corona sorgte dafür, dass über so etwas nur mehr spekuliert werden kann.


St. Georgens Sportchef Georg Brugger. © David Laner


Die Saison steht vor dem Abbruch, so viel lässt sich sagen. Gut möglich, dass sich die Amateure dann ein Beispiel an der Serie C nehmen: Dort gibt es keine Absteiger, dafür steigen die Tabellen-Ersten allesamt automatisch auf. St. Georgen wäre als Zweiter dadurch nicht betroffen, allerdings könnte sich eine andere Möglichkeit ergeben: Weil in der Serie D zahlreiche Vereine ums Überleben kämpfen (und davon auszugehen ist, dass es einige nicht schaffen werden), werden wohl Plätze frei.
Kaderplanung wird zur Herausforderung
„Wenn es die Möglichkeit gibt, dass 2 Teams aufsteigen – warum dann nicht? Wir werden sicher nicht ausstellen“, erklärt St. Georgens Chef Georg Brugger. „Wenn es freie Plätze gibt und die sportlichen Verdienste (meriti sportivi, Anm. d. Red.) über den Aufstieg entscheiden, hätten wir gute Chancen, weil wir in diesen Ranglisten vorne dabei sind. Zudem hört man, dass es in puncto Einschreibegebühren heuer ein Entgegenkommen des Verbandes geben soll“, so Brugger, der aber auch zugibt. „Wenn wir in der nächsten Saison in der Serie D spielen, dann gut so. Wenn wir in der Oberliga bleiben, dann passt das natürlich auch.“

Zurzeit weiß der St.-Georgen-Macher jedoch nicht, wohin die Reise führt. Das ist vor allem in puncto Kaderplanung ein Problem. „Beispiel Jugendspieler: Es ist schon ein großer Unterschied, ob du in der Oberliga mit einem Jungen spielst oder in der Serie D mit deren 4. Deswegen hänge ich zurzeit auch etwas in der Luft“, erklärt Brugger.

Michael Cia, Leistungsträger bei St. Georgen. © Matteo Groppo


Spruchreifes gibt es aus St. Georgen noch nicht viel. Fix ist bisher der Abgang von Alessio Orfanello, der insgesamt 9 Saisonen bei den Pusterern absolviert hat und nun für den Bozner FC auflaufen wird. „Ich habe von seinem Abschied aus den Medien erfahren, das war schon etwas enttäuschend“, so Brugger. Auch Philipp Bachlechner wird nicht mehr für St. Georgen spielen und künftig für Bruneck auflaufen.

Der sportliche Leiter hofft auf einen Verbleib der Stützen wie Roland Harrasser, Benjamin Althuber, Martin Ritsch und Michael Cia. Stürmer Alexandre Koré, der in der Rückrunde zum Team gestoßen war und mit 4 Toren einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, hat sich im Pustertal ebenfalls gut zurechtgefunden und könnte bleiben. Auch an Patrizio Morini als Trainer möchte der Verein festhalten.

Autor: det

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