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Christian Pixner, Trainer von St. Martin Moos, hofft auf eine weitere Oberliga-Saison mit seinem Verein. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier

St. Martin Moos: „Oberliga-Abstieg? Wir werden uns wehren“

Es ist eine sehr konfuse Situation, die St. Martin Moos gerade durchmacht. Der Südtiroler Oberligist steht zwischen den Türen von Ober- und Landesliga, wird sich aber auf keinen Fall kampflos geschlagen geben.

Als am Donnerstagabend die ersten Entscheidungen der Amateurfußball-Verbandsratssitzung durchgesickert sind, deutete vieles auf einen Abstieg von St. Martin Moos aus der Oberliga hin. Mittlerweile ist klar, dass die Sachlage nicht so einfach ist und es auch Rotaliana, das punktgleich am Tabellenende steht, treffen kann. Bei mehreren Sachverständen (und nicht nur war die Punkte anbelangt) herrscht zwischen beiden Klubs Gleichstand. Einzig im Torverhältnis haben die Psairer ganz klar die Nase vorne, das direkte Duell hingegen hat Rotaliana mit 2:1 gewonnen.

Schlaflose Nächte im Passeiertal
Christian Pixner, der Trainer von St. Martin Moos, sieht zwar die Mezzolombarden am Tabellenende – doch so ganz sicher ist er sich dann auch wieder nicht. Das Wirrwarr der letzten Wochen hat seine Spuren hinterlassen und irgendwie ist alles ein bisschen unklar. „Die Nachricht, dass es einen einzigen Oberliga-Absteiger geben soll, hat uns schwer getroffen und auch für schlaflose Nächte gesorgt“, sagt Pixner. Er steht dafür ein, dass keiner der beiden Vereine in die Landesliga muss: „Ich sehe nicht ein, dass es hier unbedingt ein Opfer des Systems geben muss, auch wenn es jetzt Rotaliana treffen sollte. Das halte ich nicht für richtig.“
„Ich sehe nicht ein, dass es ein Opfer des Systems geben muss.“
Christian Pixner, Trainer St. Martin Moos

Sollten am Ende z.B. beide Vereine eine Liga hinuntermüssen, wird St. Martin Moos nicht kampflos die Landesliga in Angriff nehmen. Die Psairer werden sich wehren. „Wir wollen darauf beharren in der Oberliga zu bleiben, notfalls mit Rekursen und juristischen Mitteln“, so Pixner, der auch sagt: „Wir sind schon ziemlich enttäuscht darüber, was wir in den letzten Wochen an Informationen vom Verband erhalten haben.“
Ober- oder Landesliga: Verein plante zweigleisig
Was die Planung für die kommende Saison angeht, fuhr der Verein zweigleisig. Alle Spieler wurden darüber in Kenntnis gesetzt, dass es im schlimmsten Fall auch die Landesliga werden könnte. Deshalb wird es auch im Wort-Case-Szenario keine Änderungen am Kader geben, bestätigt Pixner: „Der Verein hat sehr offen darüber gesprochen und gute Arbeit geleistet. Jetzt schauen wir weiter und hoffen, dass wir in der Oberliga bleiben. Auch wenn wir mit unser Mannschaft in der Landesliga sicher vorne mitspielen würden, ist es immer schwierig aufzusteigen.“

Die vergangene Amateurfußballsaison ist – auch drei Monate nach Ausbruch des Coronavirus – ein Rätselraten. In den nächsten Tagen werden die Landeskomitees von Bozen und Trient beraten, wie man in diesem speziellen Fall weiterverfahren wird. Im Passeiertal hofft man jedenfalls darauf, dass sich am Ende Rotaliana und St. Martin Moos im Oberliga-Spielplan für die kommende Spielzeit wiederfinden. Und mehr kann man zurzeit wohl auch nicht tun.

Autor: christian.staffler

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