a Amateurligen

Gefürchteter Stürmer aus dem Ahrntal: Manuel Pipperger. © Griessmair

Top-11 der Südtiroler Fußballer | Manuel Pipperger

Im Laufe seiner Karriere kommt so mancher Südtiroler Fußballer weit herum, andere bleiben ihrem Heimatverein treu und sehen dort viele Akteure kommen und gehen. SportNews hat einheimische Spieler – querdurch vom Profi- bis in den Amateurbereich – nach ihrer persönlichen Top-11 befragt. Im 5. Teil stellt Manuel Pipperger seine liebsten Mit- und Gegenspieler vor.

In der Südtiroler Fußballszene gibt es kaum jemanden, der Manuel Pipperger nicht kennt: Bullig, torgefährlich, manchmal auch ein wenig exzentrisch. Der Angreifer ist eines der Aushängeschilder von Ahrntal, auch wenn die Kraft in dieser Saison meist nur mehr für Kurzeinsätze gereicht hat – die schweren Verletzungen in der Vergangenheit haben ihre Spuren hinterlassen. Dass Pipperger es trotzdem auf 4 Tore gebracht hat, zeugt von seiner Klasse. Neben Ahrntal spielte der Stürmer auch kurzzeitig für St. Georgen. SportNews hat er seine Top 11 verraten, die im 3-5-2-System auflaufen soll.

Tor
Patrick Psenner (Ahrntal): „Er hat in der Oberliga jahrelang Top-Leistungen gebracht, hat eine super Einstellung zum Fußball und trainiert wie kein anderer. Die klare Nummer 1.“
Abwehr
Thomas Mair (Karriere beendet | Außenverteidiger): „Seine Sprung-Grätsche war in der ganzen Liga gefürchtet. Er hatte einen sehr guten linken Fuß und nutzte diesen, um perfekte Diagonalbälle zu schlagen. Zudem sehr zweikampfstark.“

Hannes Steger (Ahrntal | zentraler Verteidiger): „Mein Kapitän! Schon als Kinder spielten wir zusammen in 'Franzl-Gouschtn', dabei war kein Fenster und kein Blumentopf sicher vor unseren Schüssen. Für mich ist er der beste und kompletteste Verteidiger, den ich auf dem Fußballfeld begegnet bin. Deshalb ist es Gold wert, ihn in den eigenen Reihen zu haben. Er gibt immer sein bestes – egal ob Training oder Spiel. Das Wohl der Mannschaft steht bei ihm stets an erster Stelle.“

Abwehrchef bei Ahrntal: Hannes Steger. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier


Kurt Mittermair (Karriereende | Außenverteidiger): „Durch sein Elfmetertor im Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Oberliga hielt er uns im Rennen, um unseren Traum wahrwerden zu lassen. Kurt hat sehr viel Ehrgeiz und Disziplin, er kann das Spiel sehr gut eröffnen und treibt seine Seite gut nach vorne. Ein Vorbild für jeden Spieler.“
Mittelfeld
Benjamin Harrasser (Karriere beendet | Sechser): „Quirlig, technisch sehr stark, gute Übersicht und verliert keinen Ball. Er ist immer anspielbar und weiß, wie man mit der Kugel umgeht. Der Partykönig ist auch nach den 90 Minuten sehr präsent (lacht).“

Robert Niederkofler (Trainer Steinhaus | Sechser): „Bobo darf in meiner Auswahl auf keinen Fall fehlen. Bei seinen langen 'grieta' kommt kein Gegner vorbei. Mit seiner lässigen Art hat er stets alles im Blick (auch den Schiri hat er nie vergessen). Kein anderer Spieler kennt die Oberliga so wie er. Hat ein sehr großes Spielverständnis. Zudem ein harter Hund, von dem ich sehr viel gelernt habe. Ein super Typ!“

Franz Pittschieler (Latzfons Verdings | linker Flügel): „Pitsch ist ein sehr guter Freund, er ist immer zur Stelle. Mit seiner Pferdelunge und Schnelligkeit ackert er die ganze Seite ab. Er ist kein Kind der Traurigkeit, meidet keinen Zweikampf und zieht das Bein niemals zurück – eine richtige Kampfsau eben.“

Robert Niederkofler ist jetzt Trainer bei Steinhaus. © Franz Griessmair


Thomas Ritsch (Co-Trainer St. Georgen | rechter Flügel): „Der Blondschopf liebt es, mit seiner Schnelligkeit die Gegner stehen zu lassen und ist mit seinen Beckham-Flanken sehr gefürchtet. Er mag den englischen Fußball, ist sehr emotional und kennt deshalb nicht nur die Watt-Karten sehr gut. Vielleicht verstehen wir uns deshalb so gut, weil er gleich tickt wie ich – und deshalb anders als viele andere (lacht).“

Florian Niederkofler (Karriere beendet | Zehner): „Auf der 10 kann es nur einen geben, natürlich ist das das Weissenbacher Kraftpaket Flori. Wenn er um die 30 Meter vor dem Tor ist, können die Hände des Torwarts schon zittern, denn mit seinem Hammer ist er im ganzen Land bekannt. Seine Elfmeterserie von über 30 verwandelten Elfmetern in Folge ist nicht zu vergessen.“
Angriff
Philipp Aichner (Karriere beendet): „Der bullige Teiser Stier ist kaum zu halten von seinen Gegnern. Es kann schon mal passieren, dass er, Gegner und Ball im Tor landen, da er einfach alles mitnimmt, was ihm im Weg steht. Die Technik ist nicht seine große Stärke (lacht), seine Einwürfe, die über das halbe Feld fliegen, dagegen schon. Wir haben mit ihm im Toul sehr schöne Siege feiern dürfen.“

Gefürchtetes Sturm-Trio: Franz Pittschieler, Philipp Aichner und Manuel Pipperger (v.l.).


Lukas Voppichler (Karriere beendet): „Lucky ist mein absoluter Lieblingssturmpartner. Wir verstanden uns blind, auf dem Spielfeld, aber auch in der Bar danach. Er schoss Ahrntal mit seinem Goldtor im Entscheidungsspiel erstmals in die Oberliga und ist eben ein echter 9er. Der Ruud van Nistelrooy vom Toul ist eiskalt vor der Hütte, sei es mit Kopf, sei es mit Fuß, links oder rechts – meistens zappelt der Ball im Netz. Ein Leader, den sich jede Mannschaft wünschen würde.“
Trainer
Alex Brugger: „Er führte Ahrntal in die Oberliga. Schönwetter-Fußballer haben es bei ihm nicht leicht – er verlangt viel Kampf, Einsatz und Disziplin. Alex ist gut vorbereitet und informiert, stellt seine Mannschaft gut ein und kann das Spiel analysieren. Mit Komplimenten geht er aber recht sparsam um (lacht). Er mag keinen komplizierten Fußball, deshalb wird der Ball auch so schnell als möglich ins Abschlussdrittel gebracht.“

Autor: det

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2020 Sportnews - IT00853870210