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14 Jahre spielte Michael Cia im Profifußball, aktuell steht er bei Oberligist St. Georgen unter Vertrag. © DLife/Groppo

Top-11 der Südtiroler Fußballer | Michael Cia

Im Laufe seiner Karriere kommt so mancher Südtiroler Fußballer weit herum, andere bleiben ihrem Heimatverein treu und sehen dort viele Akteure kommen und gehen. SportNews hat einheimische Spieler – querdurch vom Profi- bis in den Amateurbereich – nach ihrer persönlichen Top-11 befragt. Heute an der Reihe: Michael Cia.

Exakt 250 Profi-Spiele hat der Offensivspieler aus Montan in seiner Karriere für 8 verschiedene Klubs bestritten und dabei in der Serie B und der Serie C insgesamt 29 Tore erzielt. Im U21-Nationalteam lief er an der Seite der heutigen Serie-A-Spieler Ciro Immobile und Lorenzo De Silvestri auf, später schnürte er gemeinsam mit dem jetzigen Brescia-Torjäger Alfredo Donnarumma die Schuhe. Doch diese Hochkaräter kamen allesamt nicht in Frage, als wir Cia nach seiner ganz persönlichen Top-11 befragten. Der 31 Jahre alte Oberliga-Spieler verpasst seiner Wunschformation einen speziellen, einen Südtiroler Touch. Diese lässt er in einem 4-3-3-System auflaufen und von einem Duo an der Seitenlinie coachen.

Tor
Denis Iardino (Bozner FC): „Einer der besten Goalies der gesamten Region – und das seit vielen Jahren. Er strahlt eine gewaltige Sicherheit aus, das musste ich diese Saison als Gegenspieler erfahren.“

Verteidigung
Hans Rudi Brugger (Karriereende | rechter Außenverteidiger): „Als ich als Jungspund beim FC Südtirol ran durfte, war er mein großer Mentor, mein Vorbild. Sein Einsatz und seine Qualitäten, sowohl offensiv als auch defensiv, waren großartig.“

Hannes Kiem (Virtus Bozen | Innenverteidiger): „Gianni ist der geborene Kapitän, einer der genau weiß, wann er er was sagen muss. Er sprüht eine unheimliche Präsenz aus.“

Martin Malojer (ASV Montan | Innenverteidiger): „Das hat nichts mit Heimatverbundenheit oder alten Bolzplatzerinnerungen zu tun. Den Mann finde ich einfach beeindruckend. Ich kenne kaum jemanden, der dermaßen fußballbegeistert ist und so für diesen Sport lebt. Und das in der 2. Amateurliga.“

Er ist in Montan seit über einem Jahrzehnt Spielführer und bei Cia unvergessen: Martin Malojer. © D. Runggaldier


Fabian Tait (FC Südtirol | linker Außenverteidiger): „Ich habe nur wenige Spieler gesehen, die so einen Qualitätssprung geschafft haben. Ob links, rechts oder zentral im Mittelfeld – Fabian kann alles. So ein Allrounder ist der Wunsch eines jeden Trainers.“

Mittelfeld
Michael Bacher (Virtus Bozen | defensives Mittelfeld): „Fußballerisch sind wir wie Zwillingsbrüder Seite an Seite aufgewachsen. Später folgten bei ihm Höhen und Tiefen, dennoch hat er nie aufgegeben. Außerdem ist er technisch eine Augenweide.“

Martin Ritsch (ASC St. Georgen | halbrechtes Mittelfeld): „Für mich ist er der beste Spieler der Oberliga. Ich verstehe bis heute nicht, warum er keine Profi-Karriere hingelegt hat. Er ist ein richtig takter Hegel, mit dem man auch abseits des Rasen richtig Spaß hat.“

Cia bezeichnet ihn als den besten Spieler der Oberliga: Martin Ritsch. © F. Griessmair


Hannes Fink (FC Südtirol | halblinkes Mittelfeld): „Er bringt alles mit, was ich mir für mein Mittelfeld wünsche: Physische Präsenz, gute Ballbehandlung, starkes Kopfballspiel und Führungsstärke. Unersetzlich.“

Angriff
Denis Mair (AS NibionnOggiono | rechter Stürmer): „Ein Knipser, wie er im Bilderbuch steht, ein richtiger Pippo-Inzaghi-Typ. Er ist vielleicht nicht der beste Fußballer, aber mit seiner Wendigkeit und seinem Killerinstinkt verbreitet er Angst und Schrecken.“

Manuel Deluca (Virtus Entella | Mittelstürmer): „Er ist für mich der Südtiroler, mit dem allergrößten Potenzial. Der Junge ist eine absolute Wucht. Mit seiner Größe und seiner Spielweise ist er kaum zu decken.“

Alex Pfitscher (ASV Tramin | linker Stürmer): „Mit seinem enormen Talent hat er es zwar 'nur' in die Oberliga geschafft, doch dort ist er eine ganz große Nummer. Er wird zu einem jener legendären Stürmer werden, die dem Beobachter des im heimischen Amateurfußballs für immer in Erinnerung bleiben.“

Trainer
Patrizio Morini/Alfredo Sebastiani: „Pat ist eine super Analytiker, der in der Spielvorbereitung nichts dem Zufall überlässt. Er könnte auch eine Profi-Elf coachen. Alfredo dagegen weiß, wie man Spieler besser macht, wie man sie begleitet und wie mit ihnen umgehen muss. Zusammen ergeben sie das perfekte Trainerpaar.“



In unserer Amateurliga-Rubrik finden Sie alle weiteren Wunschformationen der Südtiroler Fußballer.

Autor: fop

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