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2004 für Juventus, 2019 für St. Georgen: Rey Volpato stürmt künftig in Südtirol.

Transferwahnsinn: St. Georgen holt Ex-Juve-Stürmer

Oberligist St. Georgen hat den Transferhammer des Sommers gelandet: Die Jergina nahmen am Donnerstag einen ehemaligen Serie-A- und Juventus-Spieler unter Vertrag.

Dass St. Georgen immer wieder für spektakuläre Transfers gut ist, ist seit jeher bekannt. Nun wurden die Pusterer diesem Ruf wieder einmal gerecht. Für die anstehende Oberliga-Saison hat der Klub Rey Volpato nach Bruneck geholt. Der 32-Jährige hat in seiner Karriere unter anderem 26 Serie-A-, 53 Serie-B- sowie 2 UEFA-Cup-Spiele bestritten. Der Vollblutstürmer galt in seiner Jugendzeit als ein riesiges Talent, das von vielen Experten sogar als künftiger Nationalstürmer angepriesen wurde. Doch zahlreiche Verletzungen (unter anderem ein Kreuzbandriss mit 19 Jahren) sorgten dafür, dass ihm der große Durchbruch verwehrt blieb.

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Pubblicato da ASC St. Georgen su Venerdì 28 giugno 2019


Aufgewachsen ist Volpato bei Juventus, wo er sich beim renommierten Viareggio-Turnier ins Rampenlicht spielte und anschließend von Trainer Fabio Capello immer wieder zur Ersten Mannschaft heraufgeholt wurde, wo der Stürmer mit Spielern wie Gigi Buffon, Fabio Cannavaro, Pavel Nedved oder Zlatan Ibrahimovic trainierte. 2004 durfte er sogar im Italienpokal gegen Atalanta ran. 2005 wurde Volpato zu Siena in die Serie A verliehen, wo er Spielpraxis sammeln sollte und in 13 Partien 2 Treffer erzielte.

Rey Volpato (oben) 2007 im UEFA-Cup-Spiel mit Empoli gegen Zürich. © AFP / NICO CASAMASSIMA


Wenig später aber der Schock: Im Training riss sich der damals 19-Jährige das Kreuzband, was seiner Karriere einen Knick gab. Anschließend versuchte er sich zwar noch einmal bei Empoli in der Serie A, konnte dort in 13 Spielen aber nicht überzeugen. Und so begann eine Reise quer durch Italiens Fußballwelt. Über Stationen in der Serie B (u.a. bei Arezzo, Bari, Piacenza, Livorno), Serie C (u.a. Lumezzane, Pergocrema) und Serie D (u.a. Este) landete er schließlich in verschiedenen Oberligen. Im letzten Jahr spielte er in Venetien bei Loreo.
In Venedig wurde der Deal perfekt gemacht
Nun wird Volpato ein neues Abenteuer in Südtirol beginnen. Wie aber kommt St. Georgen auf so einen Akteur? „Ich habe hierzulande quasi jeden Stürmer angerufen“, so St.-Georgen-Chef Georg Brugger, „aber alle hatten schon einen Verein. Deshalb habe ich über die Landesgrenzen hinaus geschaut. Dort wurde ich schließlich auf Volpato aufmerksam. Der hat es mir richtig angetan: Zwar sagte er mir zunächst ab, ich blieb aber hartnäckig und wollte ihn unbedingt zu uns holen. Am Donnerstag traf ich mich mit ihm dann in Venedig. Dort hat er mir gesagt, dass es ihm noch nie passiert sei, dass jemand so hartnäckig dranbleibt. Das hat ihn schließlich überzeugt und er hat zugesagt.“

Volpato wird weiterhin in der Nähe von Padova wohnen und nur einige Tage in der Woche nach Bruneck kommen. „Geplant ist, dass er zu Beginn der Woche bei sich zu Hause trainiert und am Mittwoch oder Donnerstag nach St. Georgen kommt, wo er bis zum Sonntag bleibt“, erklärt Brugger, der seinen neuen Musterschützling wie folgt beschreibt: „Er ist ein waschechter, körperlich extrem starker Angreifer, der das Tor sieht.“ Die Südtiroler Fans dürfen sich auf den ehemaligen Juventus-Spieler also freuen.

Autor: det

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