a Amateurligen

Der offene Brief der Südtiroler Fußballvereine hat eine Vielzahl von Reaktionen hervorgerufen. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier

Von Klubs und Landesregierung: Die Reaktionen auf den offenen Brief

Der offene Brief an die Landesregierung in Bozen, den 23 Südtiroler Fußballvereine am Donnerstag veröffentlicht hatte, blieb nicht ungehört. Eine Aufweichung des Trainingsverbots wird es kurzfristig dennoch nicht geben.

Am vergangenen Donnerstag wurde ein offener Brief, unterzeichnet von zahlreichen Fußballvereinen, an die Südtiroler Landesregierung geschickt (SportNews hat berichtet). Darin wurde gefordert, das Trainingsverbot zu lockern. Seit Ende Oktober darf in Südtirol kein Fußballtraining abgehalten werden, auch kein Individualtraining ist möglich.


Unterzeichnet wurde das Schreiben von 23 Ober- und Landesligisten. Dem Echo, das der Brief auslöste, schlossen sich eine Vielzahl von weiteren Klubs an. Doch es gibt auch Gegenstimmen bei den Südtiroler Vereinen, wie die Reaktion des FC St. Pauls zeigt.

„Vernunft vor Lust“ beim FC St. Pauls
Die Überetscher haben ein eigenständiges Schreiben aufgesetzt. Unter der Überschrift „Vernunft vor Lust“ bringt der Traditionsverein aus St. Pauls seine gegensätzliche Meinung zum Ausdruck. „Bei uns gilt der Grundsatz: zuerst Familie, dann Schule bzw. Arbeit und dann kommt der Verein. Diesem Grundsatz wollen wir auch jetzt in dieser schwierigen Zeit gerecht werden, auch wenn uns allen etwas anderes lieber wäre“, heißt es in einem Auszug der Stellungnahme (die gesamte Reaktion des FC St. Pauls ist auf den vereinseigenen Social-Media-Kanälen nachzulesen).
„Welche Sportarten zurzeit als nationales Interesse eingestuft sind, verwundert auch uns, aber wir sind nicht in der Position dies zu bewerten.“
Aus dem Schreiben des FC St. Pauls

Auch die Landesregierung hat – in Form von Sportlandesrat und Landeshauptmann Arno Kompatscher – auf das Schreiben der Südtiroler Fußballvereine reagiert. Kompatscher betont darin sein Verständnis für die Forderungen der Klubs, aber auch, dass derzeit nur jene Sportler trainieren dürfen, die vom CONI unter die Kategorie „nationales oder internationales Interesse“ fallen.

In den nächsten Tagen ist also nicht mit einer Lockerung des strikten Trainingsverbots zu rechnen, auch wenn Kompatscher schreibt: „Es ist uns bewusst, dass diese Zeit des Stillstands für Kinder und Jugendliche sowie für die Vereine selbst schwerwiegende Auswirkungen hat. (…) Es ist unser Anliegen und unsere Absicht, die Traininseinheiten in Individualform im Freien wieder zu ermöglichen sobald es die Situation zulässt.“

Autor: cst

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2021 Sportnews - IT00853870210