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Braucht dringend Punkte: St. Martin-Trainer Roberto Pignatelli. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier

Kellerduell mit Naturns: Kann St. Martin die Krise beenden?

Am 26. November 2017 feierte St. Martin den letzten Meisterschaftssieg. Weil es zuletzt vier Niederlagen in Serie gab, sind die Passeirer jetzt mittendrin im Abstiegskampf. Kann die Mannschaft von Trainer Roberto Pignatelli am Mittwochabend gegen Naturns einen Befreiungsschlag landen?

Naturns – St. Martin
Während sich die Untervinschger zuletzt etwas Luft im Abstiegskampf verschafften, ist St. Martin immer tiefer abgerutscht. Mittlerweile sind Keeper Rene Pomarè & Co. im Tabellenkeller angekommen. Seit sieben Spielen haben die Passeirer nicht mehr gewonnen – 2018 gab es zwei Punkte. Ein Sieg in Naturns würde nicht nur die Hausherren wieder zurück in den direkten Abstiegskampf stoßen, sondern auch St. Martin an den Untervinschgern vorbei hieven. Auf der anderen Seite könnte die Grünfelder-Truppe bei einem Sieg einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.

Bozner FC – Anaune
Nach dem Sieg im Ahrntal herrscht beim Bozner FC neue Euphorie. Jetzt müssen Kapitän Mattia Pareti & Co. aber nachlegen – ansonsten war der Dreier in St. Johann nur ein kurzes Aufflackern. Generell gilt für den Bozner FC: Jedes Spiel ist ein Finale. Viele Ausrutscher darf sich die Ianeselli-Mannschaft nicht leisten. Anaune Val di Non hingegen spielt eine gute Saison. Der Aufsteiger aus Cles hat mit dem Abstiegskampf nichts zu tun. Allerdings zollen die Nonstaler dem harten Winter aktuell Tribut: Noch immer können sie nicht auf ihrem Heimspielplatz trainieren und spielen.

Brixen – Tramin
Nach seiner Sperre kehrt Brixen-Angreifer Luca Consalvo wieder in die Startelf zurück. Gerade richtig, denn mit einem Sieg gegen Tramin könnten sich die Domstädter der meisten Abstiegssorgen entledigen. Die Unterlandler hingegen haben nach ihrem Heimsieg gegen St. Georgen überhaupt keinen Druck – stattdessen zeigten sie, dass sich nach wie vor jeden Gegner schlagen können.

Lavis – Virtus Bozen
Das Spitzenspiel der Runde. Spitzenreiter Virtus Bozen muss zum Tabellenvierten Lavis. Der designierte Meister aus der Südtiroler Landeshauptstadt strotzt nach 14 Siegen in Folge vor Selbstvertrauen. Aber auch Lavis, das am Sonntag in St. Martin gewonnen hat, spielt eine überraschend starke Saison. Trotzdem: der klare Favorit spielt in Grün-Weiß und heißt Virtus Bozen.

St. Georgen – Obermais
So langsam wird es für Obermais richtig ungemütlich. Der Meraner Stadtviertelklub tritt auf der Stelle und hat seit acht Spielen nicht mehr gewonnen. Zwar stehen Trainer Martin Klotzner mittlerweile die meisten Leistungsträger wieder zur Verfügung, dennoch kommt Obermais nicht in Tritt. Wenn den Blau-Weißen nicht ein überraschender Sieg in St. Georgen gelingt, dann brennt auf der „Lahn“ der Hut. Immerhin war man im Vorjahr noch Dritter.

St. Pauls – Ahrntal
Wie schnell kann Ahrntal den Nackenschlag, sprich die Heimniederlage gegen den Tabellenletzten Bozner FC, verdauen? Die Vorzeichen könnten besser sein, denn mit St. Pauls müssen Ex-Wattens-Profi David Zimmerhofer & Co. bei einem starken Gegner antreten. Die Überetscher spielen eine hervorragende Saison und haben zuletzt einen lockeren 3:0-Sieg bei Comano eingefahren. Die Form bei St. Pauls sollte also stimmen.

Arco – Bencense
Im Trentiner Duell muss Benacense dringend punkten. Zuletzt gab es immerhin einen Ausgleich gegen Naturns. Doch ob das nach 3:3 nach einer Zwei-Tore-Führung als Erfolgserlebnis zu werten ist? Wohl kaum. Stattdessen stehen die Gardasee-Kicker immer mehr unter Druck. Arco hingegen spielt bisher eine fabelhafte Rückrunde und hat mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun.

Calciochiese – Comano
Ein Duell im Tabellenmittelfeld, bei dem es für beide Teams um nicht allzu viel geht. Calciochiese ist aktuell Tabellenfünfter, Comano steht auf Position acht. Einem gemütlichen Fußballabend steht also nichts im Wege.

Autor: cst