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Die Tribüne in Naturns bleibt am Sonntag gegen Tramin leer.

Linienrichter beleidigt: Naturns hart bestraft

Weil einige Zuschauer beim Heimspiel gegen Virtus Bozen den Schiedsrichter-Assistenten beleidigt und rassistisch angegriffen hatten, muss das Heimspiel gegen Tramin am Sonntag unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden. Zudem gab es weitere saftige Strafen.

Im Verbands-Rundschreiben, das am Donnerstag erschienen ist, war von „unerträglichen Vulgaritäten“ und „schwerwiegender Form von Diskriminierung“ von Seiten einiger Naturns-Anhänger zu lesen. Diese hatten den Linienrichter bei der 0:1-Heimspiel-Niederlage gegen Virtus Bozen rassistisch beleidigt. Im Rundschreiben sind sogar die genauen Wortlaute, mit denen der Schiedsrichter-Assistent beleidigt worden war, aufgeschrieben.

Platzsperre, Geldstrafe und Heimspiele ohne Zuschauer


Die Strafen, mit denen der Oberligist belangt wurde, sind saftig: 1500 Euro Geldstrafe, zwei Heimspiele ohne Zuschauer und eine Platzsperre für ein Spiel. Das Heimspiel gegen Tramin, das am Sonntag auf dem Programm steht, darf noch in Naturns gespielt werden. Gegen Obermais (29. April) ist das aber nicht mehr der Fall. Dann müssen sich die Untervinschger einen Ausweichplatz suchen.

Zudem wurde ein Heimspiel ohne Zuschauer und eine Platzsperre auf Bewährung ausgesetzt. Die Bewährungsfrist läuft ein Jahr.

Naturns will Rekurs einlegen


In einer schriftlichen Stellungnahme, die der Verein auf der eigenen Homepage veröffentlichte, klingt das Ganze aber ein bisschen anders: „Die vom Sportrichter angeführte Argumentation können wir aufgrund unseres derzeitigen Wissensstandes nicht nachvollziehen.“ Zudem will der SSV Naturns Rekurs gegen das Urteil einlegen. Auf Nachfrage von SportNews wollte der Verein zu den Vorfällen aktuell nicht weiter Stellung beziehen.

Die gesamte Stellungnahme des SSV Naturns gibt es hier nachzulesen.

Autor: sn

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