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Viel Zündstoff im europäischen Fußball. © APA/afp / FABRICE COFFRINI

Top-Klubs planen Superliga, UEFA reagiert mit Drohungen

Im europäischen Fußball brodelt’s. Nach Angaben der UEFA sollen einige Top-Klubs aus Italien, England und Spanien an einer Superliga planen, also einer internationalen Liga abseits der Champions- und Europa-League.

Juventus, Inter, Manchester United, Chelsea, Liverpool, Arsenal, Barcelona, Real Madrid – klingende Namen aus dem internationalen Fußball-Geschäft haben sich in Vergangenheit für eine Aufnahme der Superliga stark gemacht. Hinter den Kulissen wird anscheinend schon verhandelt und geplant, was der UEFA sehr missfällt und den Verband zu einer Reaktion gezwungen hat.


Die Vereine würden von allen weiteren Wettbewerben ausgeschlossen, ihre Spieler dürften nicht mehr für Nationalteams auflaufen, teilte die UEFA mit. Dies hatten in der Vergangenheit bereits auch der Weltverband FIFA und die weiteren Kontinentalverbände angekündigt.

Es geht einmal mehr um Geld
In den Plänen für die Superliga sollen der Nachrichtenagentur AP zufolge 15 permanente Mitglieder vorgesehen sein, dazu sollen fünf weitere Teams kommen. Insgesamt sollen für die 15 Gründungsvereine zunächst 3,5 Milliarden Euro zur Verfügung stehen, die Top Sechs sollen davon jeweils 350 Millionen Euro erhalten.

Auch der deutsche Fußball ist gegen eine Superliga. Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga, sagte der UEFA am Sonntagabend Unterstützung zu. „Wirtschaftliche Interessen einiger weniger Top-Clubs in England, Italien und Spanien dürfen nicht die Abschaffung gewachsener Strukturen im gesamten europäischen Fußball zur Folge haben“, äußerte Seifert. „Es wäre insbesondere unverantwortlich, die nationalen Ligen als Basis des europäischen Profifußballs auf die Weise irreparabel zu beschädigen.“ Sowohl der FC Bayern als auch Dortmund seien nicht an einer Teilnahme interessiert.
Auch Fans gegen die Superliga
Scharfe Kritik gab es vom europäischen Fan-Netzwerk Football Supporters Europe (FSE). „Dieser geschlossene Wettbewerb wird der letzte Nagel im Sarg des europäischen Fußballs sein und alles zerstören, was ihn so beliebt und erfolgreich gemacht hat“, heißt es in einer Erklärung am Sonntag. „Diese Pläne sind von Grund auf illegitim, unverantwortlich und gegen jeglichen Wettbewerb. Mehr noch, sie werden ausschließlich aus Gier vorangetrieben.“


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