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Fans des FC Nantes legen Blumen für Sala nieder © SID / LOIC VENANCE

Suche nach Sala erneut abgebrochen

Der vermutlich über dem Ärmelkanal abgestürzte Fußballprofi Emiliano Sala hat in einer Sprachnachricht während des Flugs seine Angst vor einer Katastrophe geäußert.

"Ich bin in einem Flugzeug, das aussieht, als würde es auseinanderfallen, und ich bin auf dem Weg nach Cardiff", sagte der Argentinier in der Whatsapp-Nachricht, die er an Freunde und Verwandte verschickte.

Salas Vater Horacio bestätigte der Zeitung Clarin die Authentizität der Aufnahme, in der es weiter heißt: "Wenn Ihr in anderthalb Stunden nichts von mir hört: Ich weiß nicht, ob die jemanden schicken, sie werden mich ohnehin nicht finden. Papa, ich habe solche Angst." Im Hintergrund sind Motorengeräusche zu hören.

Das Kleinflugzeug war am Montagabend auf dem Flug von Nantes nach Cardiff rund 20 Kilometer nördlich der Kanalinsel Guernsey verschwunden.

Die Suche nach Sala wurde am Dienstag aufgenommen und am Mittwoch fortgesetzt, bis sie mit Einbruch der Dunkelheit am Abend wieder eingestellt wurde. Die Entscheidung über eine nochmalige Aufnahme werde am frühen Donnerstagmorgen getroffen, teilte die Polizei von Guernsey mit. Chief Officer John Fitzgerald, der die Aktion leitet, sagte: "Traurigerweise glaube ich persönlich nicht, dass es Hoffnung gibt."

Die Polizei hatte zuvor vier mögliche Szenarien skizziert: Entweder sei das Flugzeug auf dem Wasser gelandet und die Insassen hätten es auf das Rettungsboot geschafft, welches definitiv an Bord gewesen sei. Oder sie könnten von einem vorbeifahrenden Schiff aufgelesen worden sein. Außerdem würden noch die Möglichkeiten bestehen, dass sie woanders gelandet wären und noch keinen Kontakt hergestellt hätten bzw. das Flugzeug beim Kontakt mit dem Wasser zerstört wurde.

Der 28 Jahre alte Stürmer Sala hatte am vergangenen Samstag seinen Wechsel vom französischen Erstligisten FC Nantes, für den er in 19 Spielen zwölfmal traf, zu Cardiff City in die englische Premier League perfekt gemacht. Die Waliser sollen eine Klub-Rekordablöse von rund 17 Millionen Euro bezahlt haben.

Autor: sid

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