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Bei den Schweden kannte der Jubel keine Grenzen. © APA/afp / ATTILA KISBENEDEK

Schweden ist Europameister

Europas Handball-Könige kommen erstmals seit 20 Jahren wieder aus Schweden.

Der Rekord-Europameister setzte sich im EM-Finale am Sonntag vor 14.238 Zuschauern in Budapest gegen Titelverteidiger Spanien mit 27:26 (12:13) durch und machte den fünften Triumph nach 1994, 1998, 2000 und 2002 perfekt. Bronze ging an Weltmeister Dänemark, der das Spiel um Platz drei gegen Olympiasieger Frankreich mit 35:32 (13:14, 29:29) nach Verlängerung gewann.


Die Schweden verpatzten damit den zum vierten Mal in Folge im Endspiel vertretenen Spaniern die Fortsetzung ihrer Titelserie nach den Triumphen 2018 und 2020. Und die Niederlage war extrem bitter, da der aus der Corona-Quarantäne zurückgekehrte Deutschland-Legionär Niklas Ekberg erst in letzter Sekunde einen Siebenmeter zum Endstand verwandelte.

Spannung bis zur letzten Sekunde
Das Endspiel bot von Beginn an Tempo und Dramatik. Beste Werfer für den WM-Zweiten aus Schweden waren Kreisläufer Oscar Bergendahl und Matchwinner Ekberg mit jeweils fünf Toren. Für die Spanier trafen Rechtsaußen Aleix Gomez und auch Adrian Figueras gar sechsmal.
Die Schweden lagen zunächst zwar stets vorne, konnten sich aber nie richtig absetzen. Der Vorsprung wuchs zu keiner Zeit auf mehr als zwei Tore an. Dabei erwischte Torwart Andreas Palicka wie schon beim 34:33 im Halbfinale gegen Frankreich einen Sahnetag. Der 35-Jährige war mit zahlreichen Paraden der große Rückhalt und zeichnete sich erneut auch als Torschütze aus.

Schwedens Torwart Andreas Palicka war der überragende Mann des Spiels. © ANSA / Zsolt Szigetvary


Doch im Angriff ließen die Skandinavier viele Chancen liegen – darunter in den ersten 15 Minuten gleich zwei Siebenmeter. So blieben die abgezockten Spanier immer in Schlagdistanz. Eine Minute vor der Pause gingen diese beim 12:11 erstmals in Führung – auch weil Torwart Rodrigo Corrales Rodal einige Bälle parierte. Im zweiten Durchgang blieb es spannend. Beide Teams agierten auf Augenhöhe und fanden immer wieder Lücken in der Abwehr des Gegners. So ging es Kopf an Kopf in die letzten zwei Minuten, in denen die Schweden die Nerven behielten und am Ende jubelten.


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