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Michael Piccolruaz (rechts) ist das Aushängeschild des Südtiroler Sportkletterns. © APA/afp / MOHD RASFAN

„Das Sportklettern erlebt in Südtirol einen unglaublichen Boom“

Das Sportklettern kommt hierzulande zwar bei weitem nicht an das Medieninteresse des Fußballs oder des Ski-Sports heran. Trotzdem hat sich diese Sportart in den letzten Jahren – gerade unter Hobbysportlern – hierzulande etabliert. Mitte Juni erlebt der Boom dieser Sportart ihren vorläufigen Höhepunkt.

Vom 10. bis zum 12. Juni findet zum ersten Mal überhaupt ein Boulder-Weltcup in Südtirol statt. Das Event findet an der Boulder-Anlage „Vertikale“, dem Kletterzentrum in Brixen, statt. Es ist dies der Höhepunkt einer jahrzehntelangen Entwicklung. Der AVS, Italiens Kletterverband (FASI) und die Vertikale-Betreiber richten den Weltcup gemeinsam aus.


„In den 90er-Jahren wurde das Sportklettern in den AVS (Alpenverein Südtirol; Anm. d. Red.) aufgenommen. Seitdem wurden viele Kletterhallen in Südtirol errichtet. Vor 10 Jahren war Klettern noch eine Randsportart. Inzwischen ist sie sogar olympisch geworden. Diese Sportart erlebt einen unglaublichen Boom “, erklärte AVS-Vizepräsident Elmar Knoll bei der Vorstellung des Brixen-Weltcups am Dienstag in der Bozner Giotto-Straße.

„Wenn man sich die Kletterhallen hierzulande anschaut sind diese nicht nur voll, sondern pumpvoll.“ Südtirols CONI-Chef Alex Tabarelli

Südtirols CONI-Präsident Alex Tabarelli lobte den AVS und ist schon voller Vorfreude: „Einen Boulder-Weltcup nach Südtirol zu bringen, ist eine Sensation. Das hätte man sich vor vielen Jahren noch nicht vorstellen können. Aber es ist die Folge einer langen und erfolgreichen Entwicklung. Wenn man sich die Kletterhallen hierzulande anschaut, sind diese nicht nur voll, sondern pumpvoll.“

Brixen bietet Platz für 2.500 Zuschauer

Gut einen Monat zuvor findet in Brixen ein Europacup statt, sozusagen als Generalprobe für den Weltcup. Normalerweise bietet die Vertikale in Brixen Platz für rund 500 Zuschauer. Für den Weltcup wird eine provisorische Tribüne aufgebaut. Somit können das Event rund 2.500 Besucher (samt Medienvertreter und freiwillige Helfer) live vor Ort erleben. 11 Jahre wurde in Italien kein Boulder-Weltcup mehr ausgetragen. Somit ist die Veranstaltung in Brixen Mitte Juni für die Veranstalter und die gesamte hiesige Kletterszene eine große „Genugtuung“. Brixen ist übrigens für Moskau eingesprungen. Der russischen Metropole wurde der Weltcup aufgrund des Ukraine-Kriegs entzogen.

Stellten den Brixen-Weltcup vor: Kletterer Michael Piccolruaz, Südtirols CONI-Chef Alex Tabarelli, Brixen-Sportreferent Peter Natter, AVS-Vizepräsident Elmar Knoll, Vertikale-Geschäftsführer Ralf Preindl und OK-Mitglied Günther Meraner (von rechts).


Der große Star-Gast bei der PK war Michael Piccolruaz, der im vergangen Sommer an den Olympischen Spielen in Peking teilgenommen hat. „Ich bin bereits voller Vorfreude. Das Event wird ein großes Spektakel. Wer nach Brixen kommt, wird sicherlich nicht enttäuscht werden. Ich bin derzeit zwar nicht 100 Prozent mit meiner Form zufrieden, doch die Tendenz zeigt nach oben. Ich will vor Heimpublikum natürlich eine gute Leistung abliefern und den Sprung ins Halbfinale schaffen“, erklärte der 26-jährige Grödner Piccolruaz, der in Innsbruck wohnt und dort auch die meiste Zeit trainiert – gemeinsam mit den starken Sportkletterern der österreichischen Nationalmannschaft.
„Das Klettern und Bergsteigen gehört einfach zu Südtirol.“ Vertikale-Geschäftsführer Ralf Preindl

Gegen Ende der Veranstaltung brachte Vertikale-Geschäftsführer Ralf Preindl alles noch auf einen Punkt. „Das Klettern und Bergsteigen gehört einfach zu Südtirol. Das sieht man alleine schon an Reinhold Messner oder anhand der Dolomiten.“

Weltcup in Brixen: Das Programm

Freitag, 10. Juni: Qualifikation Damen (ab 9 Uhr), Qualifikation Herren (ab 16.30 Uhr)

Samstag, 11. Juni: Halbfinale Damen (11 Uhr), Finale Damen (20 Uhr)

Sonntag, 12. Juni: Halbfinale Herren (11 Uhr), Finale Herren (20 Uhr)

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