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Das Warten geht bei Alex Schwazer weiter. © os

„Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen“

Alex Schwazer will zu den Olympischen Spielen – doch die Zeit drängt. Sein Anwalt Gerhard Brandstätter klärt über den aktuellen Stand der Dinge auf.

Die Fakten sind klar: Bis zum 31. Mai muss Alex Schwazer das Olympia-Limit für den 50-Kilometer-Bewerb geschafft haben, um die Chance auf die Teilnahme an seiner Paradedisziplin in Tokio zu wahren. Für den 20-Kilometer-Bewerb läuft die Frist am 29. Juni ab. Damit der Geher aus Kalch aber an einem Rennen teilnehmen darf und das geforderte Limit überhaupt angreifen kann, muss seine Sperre aufgehoben werden.


Die Hoffnungen des Schwazer-Teams liegen beim Schweizer Bundesgericht, das als einziges Organ die Urteile des Internationalen Sportgerichtshof (und somit die Schwazer-Sperre bis 2024) aufheben kann. Doch das oberste Gericht der Eidgenossen lässt sich Zeit. „Wir haben vor dem Bundesgericht eine Dringlichkeitsverfügung verlangt, damit die Sperre aufgehoben wird. Noch wurde aber keine Entscheidung getroffen“, so Gerhard Brandstätter, der Anwalt von Schwazer. Nun hat das Schweizer Bundesgericht die Gegenparteien, also die WADA (Welt-Anti-Dopingagentur) und den WA (Leichtathletik-Weltverband), aufgefordert, noch einmal zu begründen, warum auf der Sperre beharrt wird.

Hoffnung auf eine provisorische Verfügung
Um diese Schriftsätze einzureichen, gab das Bundesgericht der WADA und der WA bis zum 7. Juni Zeit. Um das Olympia-Limit für die 50 Kilometer zu schaffen, müsste Schwazer aber innerhalb Mai einen Wettkampf bestreiten. Ist der Olympia-Traum also geplatzt? „Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen“, so Brandstätter, der hofft, dass das Bundesgericht die provisorische Verfügung zur Aufhebung der Sperre rausgibt – so, wie vom Schwazer-Team gefordert.

Der Prozess würde dann weitergehen, doch der Geher könnte damit zumindest jetzt bei Rennen starten. Brandstätter hofft, dass er in den nächsten Tagen eine Antwort aus Lausanne bekommt. Denn fest steht: Schwazer läuft langsam aber sicher die Zeit davon.

Schlagwörter: Leichtathletik

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