5 Formel 1

Haas-Teamchef Günther Steiner (2.v.l.) hat allen Grund zur Freude. © Haas F1-Team/Social Media

525 Tage danach: Die große Erlösung des Günther Steiner

Beim Saisonauftakt der Formel 1 stand alles im Zeichen des sensationellen Doppelsiegs von Ferrari. Obendrein hatte aber auch ein Südtiroler Teamchef gehörig Grund zum Jubeln.

Für das Formel-1-Team Haas ging zwei Jahre lang praktisch nichts zusammen. Während der US-amerikanische Rennstall im Jahr 2020 lediglich 3 Zähler gesammelt hatte, gab es im Vorjahr in der ganzen Saison gar keinen einzigen Punkt. Bereits damals wurde Teamchef Günther Steiner nicht müde zu betonen, dass man das ganze Kapital in die Entwicklung des 2022er-Autos lege. Das hat sich scheinbar ausgezahlt, denn gleich im ersten Rennen in Bahrain holte Kevin Magnussen als Fünfter 10 WM-Punkte.


Damit hat Haas heuer bereits mehr Zähler geholt als in den letzten beiden Jahren zusammen. Freilich profitierte Magnussen auch vom Ausfall der beiden Red-Bull-Piloten zum Ende des Rennens, doch der Däne wäre ohnehin klar in den Punkterängen klassiert gewesen. Nun jubeln Steiner & Co. über den ersten Punktgewinn seit 525 Tagen. Für die letzten beiden Haas-Punkte hatte übrigens der Franzose Romain Grosjean im Herbst des Jahres 2021 als Neunter am Nürburgring gesorgt. Wenn man sich die gesamte Entwicklung rund um das Haas-Team in den letzten Wochen anschaut, wird die Geschichte sogar noch spezieller.

Sensationell: Kevin Magnussen landete bei seinem Haas-Comeback auf Rang 5. © ANSA / ALI HAIDER


Kurz vor dem Saisonstart brach Haas wegen des Ukraine-Kriegs nämlich mit seinem russischen Titelsponsor Uralkali und setzte auch Fahrer Nikita Masepin vor die Tür. Steiner installierte vor gut 10 Tagen dann mit Kevin Magnussen (er war bereits von 2017-2020 bei Haas) einen alten Bekannten als Masepin-Nachfolger. Der 29-Jährige kam praktisch aus der Formel-1-Pension und fuhr mit den neuen Autos im ersten Rennen gleich auf Rang 5. Auch dank des starken Ferrari-Motors (Haas fährt mit dem Antrieb der Scuderia) scheint für das Team des Meraner Teamchefs heuer viel drin zu sein. Dies bewies auch der 11. Platz von Magnussens Teamkollegen Mick Schumacher.

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