5 Formel 1

Kann Max Verstappen seinen Matchball zum Titel verwandeln? © APA/afp / ANDREJ ISAKOVIC

Darauf kommt es im Showdown von Abu Dhabi an

Was wäre diese Saison ohne einen dramatischen Höhepunkt im letzten Rennen des Jahres? Max Verstappen und Lewis Hamilton gehen punktgleich in den Grand Prix von Abu Dhabi. Wo wird sich das Rennen auf dem Yas Marina Circuit entscheiden? Auf der Strecke, im Kiesbett – oder doch in der Box?

Es ist der Tag der Entscheidung. Max Verstappen auf der Pole Position, Lewis Hamilton daneben. Die punktgleichen WM-Rivalen am Ende eines packenden Zweikampfs um den WM-Titel in der Formel 1 Seite an Seite – und wie im Klassement mit einem leichten Vorteil für Verstappen. 9:8 Siege lautet die Bilanz in diesem Jahr vor dem 22. und letzten Rennen. Heißt für Hamilton: Er muss mit seinem Mercedes vorbei an Verstappens Red Bull. Nur wie?


Auch wenn der siebenmalige Weltmeister von Platz 2 und damit auf der Innenseite ins Rennen gehen wird, steckt die erste Kurve voller Gefahren. Sollte Hamilton vorbeiziehen wollen, dürfte Verstappen voll dagegen halten. Crashgefahr! Ein frühes Aus der beiden – und Verstappen wäre Weltmeister. Hinzu kommt, dass Hamilton auf den etwas langsameren Reifen startet. Die frühe Attacke – sehr, sehr unwahrscheinlich.

Kommt es zum Taktiksieg von Mercedes?
Mercedes wird versuchen, den Reifenwechsel zum optimalen Zeitpunkt zu machen. Hamilton und die Silberpfeil-Strategen dürften auf einen Einstopper setzen und im Rennverlauf auf die noch härteren Gummis wechseln. Verstappen wird auf jeden Fall zeitnah die Reifen wechseln müssen, je schneller sie sind, umso weniger haltbar sind sie.

Hinzu kommt, dass ein Reifen der mittleren Mischung beim Bremsen in der Qualifikation etwas abbekommen hat. Nur deswegen wechselte Red Bull danach auf die softeren. Eine taktische Titelentscheidung – nicht wirklich unwahrscheinlich.
Kein unnötiges Risiko – Die FIA ist überall
Die verrückteste Variante, über die er besser erst gar nicht nachdenkt, über die seit Tagen aber alle reden: Wenn beide ausscheiden, ist der Niederländer Weltmeister. Ein Crash wie in Monza zum Beispiel. Doch dann droht ein Nachspiel, Rennleiter Michael Masi machte das bereits mehr als deutlich. Tipp: Besser bleiben lassen.

Ein solches Bild könnte die WM entscheiden. © APA/afp / ANDREJ ISAKOVIC

Doch klar ist auch, dass Verstappen den Vorteil hat, dass Hamilton erst einmal attackieren muss. Geht der Brite ein zu großes Wagnis ein, ist er raus. Er muss vor Verstappen mindestens Achter werden, dann ist es auch egal, ob der Niederländer sich den Extrapunkt für die schnellste Runde schnappt.
Auch im Fahrerlager herrscht Anspannung
Verstappen braucht jedenfalls einen Topstart, um vorne zu bleiben – sehr gut möglich auf den soften Reifen. Er darf sich keine Fehler leisten. Verstappens Team muss den idealen Zeitpunkt zum Reifenwechsel erwischen. Er darf nicht im Verkehr hängen bleiben, wenn Hamilton weiter auf seinen haltbareren Reifen womöglich vorneweg in den berühmten Hammertime-Modus schalten kann.

Während Sergio Perez und Valtteri Bottas im WM-Kampf ihrer Rolle als Nummer 2-Fahrer nachkommen sollen, würden sich die anderen Fahrer am liebsten völlig aus dem Duell raushalten. In den Stimmen zum Super-Finale gab es dazu eindeutige Meinungen.

Die Ausgangslage vor dem Showdown. © F1

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