5 Formel 1

Der Grand Prix in Australien soll weiterhin wie geplant über die Bühne gehen. © SID / WILLIAM WEST

Erste Verdachtsfälle in der Formel 1

Im Formel-1-Fahrerlager von Melbourne sind möglicherweise die ersten Fälle von Coronavirus aufgetreten. Dabei handelt es sich um Mitglieder von mindestens 23 Rennställen.

Vor dem Saisonstart der Formel 1 in Australien ist die Sorge vor einer Ausbreitung des Coronavirus im Fahrerlager spürbar. Schon am Mittwoch galten in Melbourne vier Mitarbeiter der Teams als Verdachtsfälle, die Angestellten von Haas, McLaren und Williams wurden wegen typischer Symptome auf das Virus getestet und bleiben bis zur Klärung auf ihren Hotelzimmern. Bestätigte Fälle gab es noch nicht. Fahrer oder Mitarbeiter in Leitungsfunktion sind nicht betroffen.

Erst am Donnerstag nimmt die Formel 1 mit dem betriebsamen Medientag Fahrt auf, üblicherweise treten dann alle Fahrer im Rahmen von meist dicht gedrängten Presserunden auf. Schon am Mittwoch fanden aber Medientermine der Rennställe Red Bull und Renault nur verkürzt oder unter Einhaltung eines Mindestabstands statt, um „keine unnötigen Risiken“ einzugehen.

Nach dem Rennen am Sonntag (6.10 Uhr MEZ/RTL und Sky), das ohne echte Beeinträchtigungen stattfinden soll, reist die Formel 1 direkt weiter nach Bahrain. Dort soll am 22. März das erste Geisterrennen in der Geschichte der Königsklasse steigen. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus war am vergangenen Wochenende der Ausschluss der Zuschauer beschlossen worden.

Der erste Formel-1-WM-Lauf der Saison soll am Sonntag (Start: 6.10 Uhr) gefahren werden. Angesichts der Coronavirus-Krise schränkt die Königsklasse bereits an diesem Wochenende den Kontakt zwischen Fahrern und Fans ein.



Autor: fop

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