5 Formel 1

Der Große Preis von China wirft seine Schatten voraus. © SID / JOHANNES EISELE

Fragen und Antworten vor dem 1000. Grand Prix

Der dritte Lauf der Formel-1-Saison 2019 geht am Sonntag (8.10 Uhr MEZ) in Shanghai (China) über die Bühne. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Was steht an?
Unabhängig vom sportlichen Geschehen hat das Rennen seinen Platz in den Geschichtsbüchern bereits sicher: Es ist nach offizieller Rechnung der 1000. Grand Prix der Königsklasse.
War Shanghai erste Wahl für das große Jubiläum?
Nein. Die Formel-1-Führung präferierte eine Traditionsstrecke. Favorit war Silverstone, wo am 13. Mai 1950 auch der allererste Grand Prix stattfand. Allerdings wollte man keine Regenschlacht riskieren wie in Donington 1993 oder Silverstone 2000, als sich der April-Termin als Reinfall erwiesen hatte. So fiel die Wahl auf Shanghai, das seit Jahren als dritter Saisonlauf gesetzt ist. Die chinesische Wirtschaftsmetropole hat in der Vergangenheit allerdings auch nicht immer Sonnenschein geliefert. 2017 musste gar das Freitagstraining gestrichen werden, weil der Rettungshubschrauber im dichten Smog keine ausreichende Sicht hatte.
Worum geht es sportlich?
Ferrari zeigte sich vor zwei Wochen in Bahrain in Hochform, die Konkurrenz mit Mercedes an der Spitze zittert seither vor den Beschleunigungswerten der roten Renner - zumal es auf dem Shanghai International Circuit eine 1,2 km lange Gerade gibt. Allerdings offenbarte der Ferrari SF90 bislang auch Kinderkrankheiten: In Australien fand die Scuderia-Crew nicht das richtige Set-up, in Bahrain verlor Charles Leclerc wegen eines Zylinderdefekts den sicher geglaubten Sieg.

Mercedes mag zwar nicht den Grundspeed der Roten haben, aber der Silberpfeil ist zuverlässig wie eh und je. Das reichte für zwei Doppelsiege. Fast noch mehr als die sportliche Großwetterlage interessiert aber die Frage, ob Ferraris langjährige Nummer eins Sebastian Vettel erneut vom Newcomer Leclerc überflügelt wird.

Die Geduld der italienischen Presse mit dem viermaligen Weltmeister aus Deutschland scheint aufgebraucht, in Vettels fünftem Jahr in Maranello wird nichts anderes als der Titel akzeptiert. Der 31-Jährige ist mit 22 Punkten nur WM-Fünfter, Leclerc hat vier Punkte mehr - was aus Sicht des zuletzt nervösen Vettel schmeichelhaft ist. An der Spitze liegt Melbourne-Sieger Valtteri Bottas (46) vor Weltmeister und Mercedes-Teamkollege Lewis Hamilton (45).

Autor: sid

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