5 Formel 1

Sebastian Vettel muss seine Trophäe wieder abgeben. © APA/afp / FERENC ISZA

Neue Wende bei irrem Budapest-Rennen: Vettel verliert Platz 2

Dieses Rennen wird in jedem Formel-1-Jahresrückblick eine zentrale Rolle spielen: Durch einen Start-Crash und den Sensationssieg von Esteban Ocon war der Große Preis von Ungarn so schon äußerst spektakulär, nun sorgen die Rennkommissare für die nächste Kehrtwende.

Sebastian Vettel ist nachträglich disqualifiziert worden. Das teilten die Formel-1-Rennkommissare am Sonntag auf dem Hungaroring mit.


Im Tank von Vettels Aston Martin wurden bei einer Untersuchung nur noch 0,3 Liter Treibstoff festgestellt. Vorgeschrieben ist aber mindestens ein Liter nach dem Ende des Rennens. Vettel verlor damit seinen zweiten Platz hinter Sensationssieger Esteban Ocon im Alpine.

Auf Platz zwei rückte Lewis Hamilton im Mercedes vor. Der siebenmalige Weltmeister bekam somit 18 statt 15 Punkte und konnte seinen Vorsprung im WM-Klassement auf Max Verstappen im Red Bull um zwei weitere Zähler auf acht Punkte ausbauen. Der Niederländer hatte in einem turbulenten und ereignisreichen Rennen bei Budapest zunächst den zehnten Platz (1 Punkt) belegt, kletterte aber durch die Vettel-Disqualifikation auch einen Rang nach oben, für den es zwei Zähler gab.

Verwarnung wegen T-Shirt
Vettel hatte in Ungarn bereits vor dem Rennen für Gesprächsstoff gesorgt, in dem er verbal und auch äußerlich Zeichen für Toleranz und Menschenrechte gesetzt hat. Dass er unmittelbar vor dem Rennen bei der ungarischen Hymne ein T-Shirt trug mit der Aufschrift „Same Love“, hat Konsequenzen. Er bekam eine Verwarnung abseits der Strecke, die zusammen mit zwei weiteren Verwarnungen für Fehlverhalten auf der Strecke auch zu einer Startplatzstrafe führen kann.

Sebastian Vettel warb mit einem Shirt für Toleranz und Menschenrechte. © APA/afp / FLORION GOGA

Rennleiter Michael Masi erklärte am Abend im Fahrerlager auf dem Hungaroring, dass den Piloten die Möglichkeit gegeben sei, vor dem Start die Unterstützung für die offizielle Formel-1-Kampagne „We race as one“ zu zeigen. Die Hymne des Gastgeberlandes solle aber respektiert werden, indem die Fahrer ihre Rennanzüge tragen würden, betonte Masi.

Es sei ein kleines Zeichen der Unterstützung, hatte Vettel betont und zunächst sogar mit einer Geldstrafe gerechnet. Schade sei es, dass es nach wie vor Problem damit gebe, hatte er dem Sender Sky gesagt. Der 34-Jährige hatte wie auch Superstar Lewis Hamilton (36) bereits Tage zuvor zu dem geplanten Referendum gegen Rechte nicht-heterosexueller Menschen (LGBT) in Ungarn deutlich Stellung bezogen.


Hier geht's zum ausführlichen Rennbericht.


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