5 Formel 1

Wurde an den Renault-Boliden getrickst? © AFP / BEHROUZ MEHRI

Schwerer Betrugsverdacht erschüttert die Formel 1

In der Formel 1 hat der Rennstall Racing Point Beschwerde gegen Konkurrent Renault eingereicht. Kommt es zu einem Betrugsskandal?

Nach dem Grand Prix von Japan reichte das Team Racing Point eine 12-seitige Anklageschrift beim Weltverband FIA ein. In dem Dokument werden schwere Vorwürfe gegen das Renault-Team erhoben. Der Grund: Das französische Team soll ein illegales Bremssystem genutzt und sich so einen Vorteil verschafft haben.

Genauer: Renault soll in seine Wagen ein automatisches Bremsbalance-System eingebaut haben. Dieses soll abhängig von der Pisten-Position die Balance regeln. Das ist streng verboten, da die Fahrer die Bremsbalance ausschließlich manuell über ihr Lenkrad verstellen dürfen. In anderen Worten: Racing Point wirft Renault vor, ein illegales Auto benutzt zu haben.

Drastische Strafen drohen
Den Tipp soll Racing Point von einem ehemaligen Renault-Mitarbeiter bekommen haben. In den nächsten Tagen muss die FIA klären, ob der Vorwurf gegen Renault berechtigt ist. Bereits am Sonntag nach dem Rennen wurden verschiedene Teile der Renault-Boliden, darunter die Lenkräder, beschlagnahmt.

Falls sich die Vorwürfe als wahr herausstellen, droht dem französischen Rennstall ein Ausschluss vom Rennen in Japan. Zudem müsste geklärt werden, ob Renault auch in den Rennen zuvor illegal getrickst hatte. In diesem Fall wäre auch ein WM-Ausschluss keine Utopie mehr.

Beim Rennen in Japan landeten die beiden Renault-Piloten Daniel Ricciardo und Nico Hülkenberg nach einem katastrophalen Qualifying (Platz 15 und 16) auf den starken Rängen 6 und 10.

Autor: det

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