Im Wiener Stephansdom wurde Niki Lauda die letzte Ehre erwiesen. © APA/afp / JOE KLAMAR

Tausende erweisen Niki Lauda die letzte Ehre

Viele Trauergäste, darunter zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik und Sport, haben die Trauerfeiern für Niki Lauda in Wien begleitet. Auch viele Formel-1-Fans nahmen Abschied von ihrem Idol.

Ein nicht enden wollender Strom an Fans, Trauernden und Touristen: Viele nahmen die Möglichkeit für ein Defilee vor dem Sarg des weltberühmten Sportlers wahr, sie ließen sich beim Anstehen vor dem „Steffl“ auch von Kälte, Nässe und Wind nicht abhalten. Vertreten waren Menschen aller Altersgruppen, manche von ihnen würdigten die Rennfahrerlegende auch mit ihren Outfits. Einige hatten eine rote Kappe aufgesetzt und erinnerten an die berühmte Kopfbedeckung des Verstorbenen.

„Lieber Gott, pass gut auf Niki auf. Aber gib acht, er war immer schon der Schnellste.“
Eine der Fürbitten am Mittwoch beim Requiem im Wiener Stephansdom für Formel-1-Legende Niki Lauda

Ein Urlauber aus England hatte sich spontan entschieden, den Trauerfeierlichkeiten beizuwohnen. „Ich habe Riesen-Respekt für Niki Lauda und das, was er für den Motorsport getan hat. Viele Briten sehen das ähnlich. Ich werde nie vergessen, wie er damals im Feuer gesessen ist und ich am TV geschrien habe, holt ihn da raus! Es war auch großartig, dass er Lewis Hamilton zu Mercedes geholt hat“, sagte der Mann. Hamilton war einer von mehreren hundert Ehrengästen.

Witwe Birgit Lauda, Lewis Hamilton und Toto Wolff. © APA / ROLAND SCHLAGER

Dompfarrer Toni Faber kannte Niki Lauda auch persönlich gut. „Niki Lauda war nicht nur ein Stern am Rennfahrerhimmel, sondern er war auch ein Stern für seine Familie. Er war abseits der Öffentlichkeit ein liebevoller Ehemann, Vater und Großvater, so schreibt es die Familie auf die Parte. Und ich weiß, dass das stimmt“, sagte er. „Er war ein emphatischer, humorvoller, gelassener, bescheidener, unprätentiöser Mensch im persönlichen Gespräch.“
Reden von Berger, Schwarzenegger und Van der Bellen
Auf der Totenmesse waren unter anderem Reden von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Arnold Schwarzenegger und Gerhard Berger geplant. Ex-Teamkollege Alain Prost nahm die Lesung vor. Zu hören waren auch Musikstücke wie „Amazing Grace“, „Fast Car“ von Tracy Chapman, John Lennons „Imagine“ oder auch „Hero“ der Band Family Of The Year.

Nach dem Requiem wird der Sarg über das Riesentor aus der Kirche getragen und in einen Bahrwagen der Bestattung Wien gehoben. Die eigentliche Beisetzung wird im engsten Familienkreis stattfinden. Zeitpunkt und Ort wurden nicht bekanntgegeben.

Autor: cst/apa

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