5 Formel 1

Sebastian Vettel sah die Zielflagge in Melbourne nicht. © APA/afp / PAUL CROCK

Vettel nach Melbourne-Trip: „Schlimmer kann's nicht werden“

Corona, ein schwer steuerbares Auto und jetzt das verpatzte Wochenende in Australien: Sebastian Vettel ist nun endgültig der Pechvogel der bisherigen Formel-1-Saison.

„Schlimmer kann's jetzt nicht werden als dieses Wochenende“, sagte Deutsche am Sonntag. Nach einem Fahrfehler schied der 34-Jährige im Australien-Grand-Prix aus. Die ersten zwei WM-Läufe hatte der Aston-Martin-Pilot wegen einer Coronavirus-Infektion verpasst, sein verspäteter Einstieg war einer zum Vergessen. „Vielleicht wollte ich zu früh zu viel“, sagte Vettel selbstkritisch.


In der 24. Runde krachte er auf dem Albert Park Circuit in Melbourne in die Streckenbegrenzung, zuvor hatte es schon einen unfreiwilligen Ausflug ins Kiesbett gegeben. „Ich habe es vielleicht ein bisschen zu sehr versucht und habe das Auto verloren“, sagte der Ex-Weltmeister. Bereits am Samstag war er im Training in die Bande gekracht und bescherte seinen Mechanikern viel Arbeit. Gerade noch rechtzeitig wurde sein Wagen zusammengeflickt, es reichte in der Qualifikation aber nur zu einer schnellen Runde. Deswegen ging es nur von Platz 17 in den insgesamt dritten WM-Lauf der Saison. „Es war das erste Mal unter Rennbedingungen, aber die Fahrt war am Ende etwas zu kurz.“

Probleme gab es auch am Freitag, als der Motor streikte und Vettel das zweite Training komplett verpasste. Für eine verbotene Fahrt auf einem Motorroller auf der Strecke zurück zur Box wurde er zudem mit einer Geldstrafe über 5.000 Euro belegt, weitere 600 Euro wurden fällig, nachdem er am Samstag in der Boxengasse schneller als erlaubt unterwegs war. „Ich bin frustriert, aber wir haben versucht, was wir können“, bilanzierte Vettel den Trip nach Down Under. Als einziger Rennstall ist Aston Martin noch ohne WM-Punkt, Vettel hat so wenig Runden absolviert wie kein anderer Formel-1-Pilot. „Alles in allem wissen wir, dass dieses Auto schwierig ist.“

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