5 Formel 1

Alexandre Albon steht in der Kritik: Ist er zu schwach für Red Bull? © APA/afp / WILLIAM WEST

Zu schwach für Verstappen? Albon droht das Aus

Max Verstappen will dem Mercedes-Duo die Stirn bieten. Doch während sich Lewis Hamilton und Valtteri Bottas gegenseitig zu Höchstleistungen treiben, fehlt dem Niederländer ein starker Teamkollege.

Wenn Hamilton an Einzelkämpfer Verstappen denkt, erinnert er sich an Heikki Kovalainen. Der Finne war Hamiltons zweiter Teamkollege nach Egozentriker Fernando Alonso. 2008 und 2009 fuhren Hamilton und Kovalainen für McLaren. Während der Brite in der ersten gemeinsamen Saison Weltmeister wurde, wurde der Mann aus Finnland nur Siebter. 2009 belegte Hamilton den fünften WM-Rang, Kovalainen den zwölften. Was diese Zahlen zeigen sollen? Die Nöte eines Toppiloten ohne interne Unterstützung.

Hamilton: „Verstappen auf sich allein gestellt“
„Ich war der Fahrer, der immer vorne war und keinen Teamkollegen hatte, der mir Rückendeckung gab“, befand Hamilton. „Man bekommt dann nicht die Punkte in der Konstrukteurswertung und kann die anderen Autos auch strategisch nicht ausspielen.“ Das sei so der Fall bei Red Bull, wo Verstappen seiner Meinung nach „irgendwie auf sich allein gestellt“ sei.

Lewis Hamilton (vorne) und Max Verstappen: Der Niederländer kann den Silberpfeilen Paroli bieten. © APA/afp / LARS BARON

Der Niederländer gilt als künftiger Weltmeister. Er ist auch der einzige Pilot, der dem Mercedes-Duo Hamilton und Bottas in dieser Saison hinterherkommt. Sechsmal raste der 22-Jährige aufs Podest, beim zweiten Silverstone-Rennen stand er sogar vor den beiden Silberpfeilen auf dem Podium. Doch während Hamilton in Bottas einen treuen und schnellen Unterstützer hat, der ihm auf dem Asphalt den Rücken freihalten kann, muss sich Verstappen mit dem Thailänder Alex Albon (24) begnügen. Der ist sowas wie sein Heikki Kovalainen. „Beide Fahrer sind eben nicht so wie Valtteri und ich“, stellte Hamilton zweifelsfrei fest.
Albon droht das Aus bei Red Bull
Verstappen weiß das, dass Albon eher wie ein Kovalainen fährt und nicht wie ein Bottas. Die Red-Bull-Führung weiß das natürlich auch. In Spa bekamen das die Brause-Bosse nochmals vor Augen geführt, dass Albon nicht an das Niveau ihres Spitzenfahrers heranreicht. Während Verstappen irgendwann der Mercedes-Paarung nicht mehr hinterherkam und sich als Verfolger „ein bisschen einsam“ fühlte, kam Albon erst hinter beiden Renaults als Sechster ins Ziel. Nicht schlecht, aber eben nicht gut genug.

Pierre Gasly wurde bei Red Bull durch Alexander Albon ersetzt. Jetzt droht auch dem Thailänder das Aus. © APA/afp / GERARD JULIEN

Die Frage ist: Wie lange darf Albon den Red-Bull-Weg noch mitgehen. Der gebürtige Londoner, der unter thailändischer Flagge fährt, war erst im Sommer 2019 vom Schwesterteam Toro Rosso befördert worden. Im knallharten Ausleseverfahren wurde damals Pierre Gasly zum mittlerweile umbenannten Alpha-Tauri-Team degradiert. Albon muss an Tempo zulegen und seinen Abstand zu Verstappen verringern, sonst wird er der nächste Kovalainen.

Autor: cst/dpa

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