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Sebastien Ogier übte nach seinem Mexiko-Sieg Kritik. © APA/afp / ALFREDO ESTRELLA

Rallye-Szene erzürnt: „Hätte nicht stattfinden dürfen“

Der frühere Serienweltmeister Sebastien Ogier (Frankreich) hat die wegen der Corona-Pandemie verkürzte Rallye Mexiko gewonnen, die WM-Führung erobert – und anschließend Kritik geübt.

Bei seinem ersten Erfolg für Toyota verwies der sechsmalige Champion den amtierenden Weltmeister Ott Tänak (Estland) und den Finnen Teemu Suninen auf die Plätze.

Corona-Brauerei ist Sponsor
Der dritte Lauf der Saison wurde am Samstag nach 21 von 24 geplanten Wertungsprüfungen vorzeitig beendet. Die Organisatoren der Rallye, zu deren Großsponsoren makabererweise die mexikanische Corona-Brauerei zählt, rechtfertigten ihre am Samstagnachmittag (Ortszeit) im laufenden Rennbetrieb getroffene Entscheidung damit, „es den Teams und den Medien zu ermöglichen, in Erwartung der bevorstehenden Schließung ihrer Grenzen wegen COVID-19 in ihre Länder zurückzukehren“.

Das Siegerpodest. © APA/afp / ALFREDO ESTRELLA


Im Etappenziel in Leon hielt sich Ogier mit Kritik nicht zurück. „Meiner Meinung nach hätte diese Rallye niemals stattfinden dürfen, denn Menschenleben gehen nun mal vor. Deshalb habe ich gemischte Gefühle. Das Wichtigste ist es jetzt, nach Hause zu kommen und Zeit mit der Familie zu verbringen“, erklärte der 36-Jährige.

In Mexiko wurde trotz des weltweit grassierenden Coronavirus gefahren. Die Zahl der Infektionen lag am Sonntag bei 26 und hatte sich damit gegenüber dem Vortag mehr als verdoppelt. Die nachfolgenden WM-Stationen im April in Chile (politische Unruhen) und Argentinien (Coronavirus) wurden bereits abgesagt bzw. bis auf Weiteres verschoben.

Autor: sid

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