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Gerhard Kerschbaumer steht am Podest erstmals ganz oben – inmitten der der Creme de la Creme des Mountainbikesports. © mtb-mag.com

Erster Weltcupsieg: Kerschbaumer feiert historischen Erfolg

Nur eine Woche nach Platz zwei im Trentino hat Gerhard Kerschbaumer nochmal einen draufgelegt und bei der Weltcupetappe in Andorra sensationell den ersten Platz errungen.

Unwiderstehlich, dieser Gerhard Kerschbaumer! Der bescheidene Verdinger ließ die weltbesten Mountainbiker beim Weltcup in Vallnord allesamt hinter sich und passierte als Erster die Ziellinie – ein Erfolg, auf den nicht nur Südtirol, sondern ganz Mountainbike-Italien seit mehr als einem Jahrzehnt sehnlichst gewartet hat. Den bislang letzten Weltcupsieg eines „Azzurro“ bejubelte Marco Bui im fernen Jahr 2005.

Auf dem 1.550 Meter hoch gelegenen Rundkurs in den Pyrenäen lieferte sich Kerschbaumer ein packendes Duell mit dem Olympiasieger und sechsfachen Weltmeister Nino Schurter aus der Schweiz, der ihn vor sieben Tagen im Val di Sole noch besiegt hatte. Auf der sechsten von insgesamt acht Runden zog der amtierende Italienmeister aus dem Eisacktal dann mit einem schier unglaublichen Antritt auf und davon. Der größte Erfolg in der Karriere des 26-Jährigen war perfekt. Schurter blieb mit einem Rückstand von 1,13 Minuten nur der zweite Platz, dahinter belegte Hollands Ausnahmetalent Mathieu Van der Poel (+2,06 Minuten) Rang drei.

„Bin einfach nur glücklich“
Unmittelbar nach seiner Zielankunft gab Kerschbaumer dieses kurze Statement zu Protokoll: „Ich bin einfach nur glücklich. Das war ein unglaubliches Rennen, mehr fällt mir dazu einfach nicht ein.“

Lechner verpasst Spitzenplatzierung

Beim Weltcupbewerb der Frauen hatte die 45-jährige Norwegerin Gunn-Rita Dale die Nase vorn. Sie gewann vor Jolanda Neff und Emily Batty. Eva Lechner dagegen konnte auch in Vallnord nicht im vorderen Feld mitmischen. Die erfahrene Eppanerin kam mit rund achteinhalb Minuten Rückstand als 25. ins Ziel.

Etwas besser lief es für Greta Seiwald im U23-Bewerb, den die Pustertalerin an Position 15 beendete. Den Sieg schnappte sich Sina Frei aus der Schweiz.


Autor: fop

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