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Bei der Alpenüberquerung gilt es das ein oder andere Hindernis zu bewältigen. © Robert Niedring - www.niedring.c / Robert Niedring

Kampf um Gesamtsieg bei Bike Transalp spitzt sich zu

Der Schweizer Urs Huber und Simon Stiebjahn aus Deutschland feierten auf der 6. Transalp-Etappe ihren 5. Sieg und rücken damit bis 1.07 Minuten auf die Gesamtführenden heran.

Huber und Stiebjahn schwimmen weiter auf der Welle des Erfolgs. Auf der sechsten Etappe der BIKE Transalp powered by Sigma, die am Freitag über 79,45 Kilometer und 2.805 Höhenmeter von Pellizzano nach Roncone führte, feierte das Team Bulls 1 bereits den fünften Etappensieg (3:35.35,0) und verkürzte damit weiter den Rückstand im Gesamtklassement auf die Träger der gelben Trikots von Centurion Vaude.

Die Wertungsführenden aus Deutschland, Markus Kaufmann und Jochen Käß, beendeten den vorletzten Tag der Transalp-Woche auf Platz zwei (3:36.25,5) und liegen bei nur mehr einer ausstehenden Etappe nach Arco noch 1.07 Minuten vor dem Team Bulls.

Platz drei ging an Uwe Hochenwarter (AUT) und Gregory Brenes (CRC) von Wilier Force 7C 2 (3:36.53,0), die damit auch ihren dritten Rang im Gesamtklassement festigen konnten.

Die Entscheidung um den Tagessieg auf der vom Kampf und vielen Attacken geprägten Etappe fiel anders als erwartet nicht, weil ein Team körperliche Schwächen offenbarte, sondern weil Markus Kaufmann in der Abfahrt vom Passo Bregn da l'Ors von einem technischen Defekt zurückgeworfen wurde. In der rasanten Abfahrt stand plötzlich das Hinterrad nach einem Achsenbruch Schräg im Rahmen.

„Wir hatten bis dahin alles unter Kontrolle, sind gut mit den anderen gefahren. Nachdem wir den Schaden bemerkt haben, dachten wir schon 'Game over, das war's'“, sagte Kaufmann.Doch der zweifache Deutsche Meister besann sich auf seine Tüftlerqualitäten, nahm Distanz von der Steckachse raus, sodass diese erneut eingesetzt werden konnte, obgleich nur von ein paar Gewindegängen gehalten.

„Dann war es natürlich schwierig vom Kopf her. Wir sind dann Vollgas und mit Wut im Bauch gefahren. Wir haben die letzten Tage nicht gut ausgesehen. Deswegen ist es um so bitterer, weil heute eigentlich mehr drin gewesen wäre“, so der 35-jährige Transalp-Triple-Sieger von 2013, 2014 und 2015.

Hochspannung vor Finale

Da auch Team Bulls beim Versuch, Zeit gut zu machen, viel investierte, verspricht das Grand Finale am Samstag Spannung pur, zumal es bei der BIKE Transalp powered by Sigma auf der Schlussetappe traditionell keine Zurückhaltung im Kampf um den Titel gibt.

Dementsprechend klar viel die Kampfansage von Simon Stiebjahn aus: „Wir haben heute alles gegeben und voll angegriffen. Wir haben Zeit gut gemacht, dass war unser primäres Ziel. Wir haben einen Plan für morgen. Es wird auf jeden Fall ein spannendes Rennen. Wir werden alles versuchen, dass wir in Arco ganz oben stehen.“

Sarner auf Rang 10

Auf Rang 10 in der Gesamtwertung der Herren liegt der Sarner Michael Wohlgemuth. Der 20-Jährige, der die Transalp im Vorjahr aufgrund einer Verletzung seines damaligen Teamkollegen Michael Zemmer als Einzel-Finisher beenden musste, startet mit dem Costa Ricaner Eddy Perez.

Wertungsführende geben sich keine Blöße

Während die beiden dominierenden Duos in der Herrenwertung für den wohl aufregendsten Rennausgang der letzten Jahre sorgen dürften, sind die Würfel in den übrigen vier Wertungskategorien bereits gefallen. Zu groß ist der Vorsprung der jeweiligen Leader. Zumal drei von ihnen mit einem weiteren Etappensieg ihren Puffer auf die Verfolger weiter vergrößern konnten.

In der Masters-Wertung triumphierten einmal mehr die Träger der blauen Trikots Massimo De Bertolis (ITA) und Dax Jaikel (CRC) von Wilier Force 7C (4:03.27,2). Der Grödner Thomas Piazza und der Nalser Viktor Paris (Sunshine Racers Nals) liegen auf Rang 3, 53 Minuten hinter den Führungen.

Bei den Damen feierten Janine Schneider (GER) und Stefanie Dohrn (GER) vom Team Nauders Canyon/Cube ebenfalls ihren fünften Etappensieg (4:39.43,3), während die Österreicher Verena Krenslehner-Schmid und Philip Handl von Imst Tourismus in der Mixed-Klasse wieder nicht zu schlagen waren (4:33.33,5).

In der Grand Masters-Kategorie sicherten sich hingegen Anton Warter (AUT) und Heinz Zörweg (AUT) vom Team KTM Rad.Sport.Szene ihren zweiten Tagessieg (4:12:20,3) mit 1.19 Minuten Vorsprung auf die weiterhin im Klassement in Front liegenden Schweizer Claudius Thommen und Thomas Girardi von Stoll Bikes (4:13.39,4).

Noch 60 Kilometer

Die letzte Etappe der BIKE Transalp powered by Sigma ist alles andere als ein leichtes Ausrollen.

Von Roncone nach Arco sind es zwar nur 60 Kilometer, doch mit zwei giftigen Bergen und 2.300 Höhenmetern werden die Teilnehmer auf ihrem Weg zum Finisher-Shirt noch einmal richtig gefordert.

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