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Gerhard Kerschbaumer will die Nummer 1 der Welt werden: „Früher oder später“. © am

Kerschbaumer: „Früher oder später Weltmeister werden“

Wenn am Wochenende in Albstadt der Auftakt zum Cross-Country-Weltcup erfolgt, dann sind auch Gerhard Kerschbaumer und Eva Lechner mit dabei. Während der Verdinger den Sprung in die Spitze geschafft hat, will die Eppanerin dorthin zurück.

Wenn man ihn nach seinen mittelfristigen Zielen fragt, dann muss Mountainbiker Gerhard Kerschbaumer nur kurz nachdenken. Entschlossen und selbstsicher stellt er klar: „Ich will Elite-Weltmeister werden. Es muss nicht heuer klappen, aber früher oder später. Noch habe ich Zeit. Dieser Titel war schon immer mein Ziel. Das wird es auch bleiben. Und ich weiß, dass ich es schaffen kann“.

Weltmeister bei den Junioren war er, Weltmeister in der U23-Klasse ebenfalls. Das war 2013. Als dann der Sprung in die Elite-Kategorie anstand, klappte lange nichts mehr. Erst vor zwei Jahren hat er den Durchbruch geschafft und gezeigt, dass er ganz vorne mit dabei sein kann. Im letzten Jahr platzte dann der Knoten endgültig. Nach Rang zwei beim Weltcup im Val di Sole holte er sich in Andorra seinen ersten Weltcup-Sieg und schaffte es auch bei den letzten beiden Rennen auf das Podest. Bei der WM im schweizerischen Lenzerheide krönte er sich dann hinter dem Topfavoriten Nino Schurter zum Vizeweltmeister.

Bei der WM in Lenzerheide jubelte Gerhard Kerschbaumer über Silber. © am

„In dieser Saison will ich wieder ganz vorne mit dabei sein. Die Form stimmt schon jetzt“, sagt Kerschbaumer. Der Höhepunkt findet ab Ende August mit den Weltmeisterschaften im kanadischen Mont-Sainte-Anne statt. Dann will der Verdinger wieder eine Medaille holen. „Die Strecke liegt mir“, freut er sich. 2017 holte er hier im Weltcup mit Rang drei seinen ersten Podesplatz, 2018 wurde es Rang zwei. Platz eins in diesem Jahr als logische Konsequenz? „Die Konkurrenz ist verdammt stark. Insbesondere Nino Schurter ist nur schwer zu schlagen“, weiß „Gery“.
„Gehe ohne Druck ins Rennen“
Obwohl Kerschbaumer heuer in einer so guten Frühform ist wie in den vergangenen Jahren noch nie und von der Pollenallergie bisher verschont blieb, präsentiert er sich für den Weltcup-Auftakt zurückhaltend. „Ich gehe ohne Druck ins Rennen am Sonntag“, betont der 27-Jährige. Mit einem Platz in den Top-Ten sei er für den Anfang bereits zufrieden. „Ich bin nicht enttäuscht, wenn es nicht für einen Top-Platz reicht. Ich weiß was ich kann und werde mich im Laufe des Jahres steigern“, betont der Verdinger.
Lechner will zurück nach vorne
Während Kerschbaumer an der Spitze angekommen ist und sich dort nun mehr oder weniger etabliert hat, will Eva Lechner zurück dahin. Die Eppanerin hat auf dem Mountainbike einige schwierige Jahre hinter sich. Mit einem neuen Team will sie nun wieder angreifen. Nach mehreren Jahren in Diensten des US-amerikanischen Luna-Teams startet Lechner seit Beginn dieser MTB-Saison für das Team „Torpado Südtirol“ aus Venetien. Der Rennstall wird unter anderem vom Land Südtirol mit seiner Dachmarke unterstützt. Diesmal habe sich die Eppanerin bewusst ein italienisches Team gesucht. Beim US-Team seien die vielen Sponsoren-Termine in den USA und die Verpflichtung, dort Rennen zu fahren, auch eine Belastung gewesen. Nun könne sie sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren.
„Leistungsdichte extrem hoch“
„Die Leistungsdichte ist extrem, wieder ganz nach vorne zu kommen ist schwierig“, weiß Lechner. Sie möchte früher oder später wieder um Podestplätze mitfahren. Zuletzt hatte sie im April 2014 im australischen Cairns ein Weltcup-Rennen gewonnen und damit ihren dritten Weltcup-Sieg insgesamt gefeiert. Danach tat sich Lechner schwer, Podestplätze blieben aus, auch in die Top-Ten schaffte es die Eppanerin kaum mehr. Im Querfeldein (Cyclo-Cross) konnte sie noch mit der Spitze mithalten und war in den vergangenen Jahren regelmäßig auf dem Podest zu finden, lediglich diese Saison verlief nicht optimal.

Eva Lechner will zurück zu alter Stärke. © Torpado-Südtirol-International


Für den Weltcup-Auftakt in Albstadt fühle sich Lechner gut. Erst am Wochenende hat sie ein internationales Rennen in Slowenien für sich entschieden. „Schauen was drin ist beim Weltcup, ich möchte wieder den Anschluss schaffen“, so Lechner.

Wenn am Wochenende der Startschuss für den Weltcup erfolgt, dann ist neben den Routiniers Gerhard Kerschbaumer und Eva Lechner mit der Gsieserin Greta Seiwald eine weitere Südtirolerin mit am Start. Die 22-Jährige U23-Fahrerin schaffte es in der vergangenen Saison zwei Mal unter die besten 20 und möchte in dieser Saison den nächsten Schritt machen. Bei den Junioren starten der Gsieser Jan Laner und Julia Maria Graf, die vom italienischen Nationalteam für den Weltcup einberufen wurden.
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Eine große SportNews -Vorschau zum Weltcup 2019 gibt es hier.

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