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Luca Ronchi trotzte den harten Bedingungen am und rund um den Kronplatz. © H. Wisthaler

Luca Ronchi ist der neue König am Kronplatz

Ein wahrer Krimi auf den letzten Kilometern sorgt für einen Überraschungssieg beim KronplatzKing. Die dritte Auflage des Mountainbike-Marathons war zudem geprägt von einem Schweizer Doppelerfolg bei den Frauen.

Die Strecke verlangte den mehr als 500 Athleten am Start sofort alles ab: Mit rund 800 Höhenmetern zum Ritjoch, um dann den Tross über die überaus anspruchsvolle Freeridestrecke Piz de Plaies wieder ins Tal nach St. Vigil zu jagen. Die lange Flachpassage Richtung Pederü war dann nur das Präludium für den ersten großen Anstieg zum 1000 m höher gelegenen Kronplatz. Hier oben war für die Prinzen Schluss, während die Thronanwärter des KronplatzKing noch einmal ins Tal Richtung Reischach fahren mussten, bevor es dann wieder zum Gipfel hoch ging. 78 km waren es insgesamt und 3000 Höhemeter, nachdem die Strecke kurzfristig um 3 km verkürzt worden ist.

Zwei Könige waren am Start, Roel Paulissen, Ex-Weltmeister, Sieger der Auflage von 2016 und so zu sagen Lokalmatador (der Belgier lebt in Antholz und ist einer der KronplatzKing-Organisatoren) und Daniele Mensi, als Vorjahressieger der amtierende King.

Bis kurz vor dem Gipfel führte eine zehnköpfige Gruppe, bis sich Francesco Failli und Martino Tronconi etwas abgesetzt und als erste nach 2h28'48'' Rennzeit die Kontrollstelle passiert haben. 15 Sekunden später radelten der amtierende Europameister Aleksei Medvedev und der Italiener Francesco Casagrande vorbei. Paulissen erreichte als Sechster die Zwischenzeit. Auf der Downhillstrecke Richtung Reischach wurden dann die Karten neu gemischt, mit Failli und Tronconi, die womöglich Weg verfehlt haben, sodass sich Luca Ronchi vom Soudal LeeCougan Team an die Spitze setzen konnte, gefolgt von Efrem Bonelli und Francesco Casagrande. Und genauso sah dann auch das Endklassement der Herren aus, mit Ronchi als neuem KronplatzKing mit einer Zeit von 4:11.56 Stunden, Zweiter wurde Efrem Bonelli mit 44 Sekunden Rückstand, vor Francesco Casagrande mit einem Rückstand von +1.11 Minuten . Die beiden Belgier Frans Claes (+1.28) und Paulissen (+2.08) belegten die Ränge vier und fünf. Vorjahressieger Mensi erreichte nach technischen Problemen an der Federgabel diesmal nur Rang acht.

Esther Süss ließ die gesamte Konkurrenz hinter sich und erreichte als Erste das Ziel. © wisthaler.com

Esther Süss stellt alle in den Schatten

Bei den Damen gaben in diesem Jahr die Schweizerinnen den Ton an. Esther Süss, die schon am Kontrollpunkt am Kronplatzgipfel in Führung lag, triumphierte vor ihrer Landsfrau Arianne Lüthi und der italienischen Vorjahressiegerin Maria Cristina Nisi. Auf der zweiten Runde Richtung Reischach hatte die dreifache Cape-Epic-Siegerin Süss noch eins drauf legen können, sodass sie nach 4:56.31 Stunden als neue Königin das Ziel erreichte. Auf der letzten, kräfteraubenden Steigung, konnte sich Lüthi (+13.35 Minuten) gegen Nisi (+14.35) durchsetzen und den Doppelsieg fixieren.

Benjamin und Ursch sind das neue „Prinzenpaar“

Mit dem Deutschen Michael Benjamin hat der MTB-Marathon am Kronplatz einen neuen Prinzen. Nach 50 km war er mit der Zeit von 2:40.12 der schnellste unter den Athleten, die sich für die kurze Strecke entschieden hatten. Sein Landsmann Julius Wagler wurde Zweiter, der Olanger Lokalmatador Manuel Felder Dritter.

Die neue Prinzessin heißt hingegen Klara Ursch aus Tscherms, die sich mit einer Zeit von 3:27.24 gegen die Italienerin Beatrice Brielli und die Ahrntalerin Alexandra Oberhollenzer (durchsetzen konnte.

600 Starter aus 14 Ländern

Knapp 600 Athletinnen und Athleten aus 14 Nationen sind bei der diesjährigen, dritten Auflage des MTB-Marathons KronplatzKing ins Rennen gegangen, mit dem Ziel Kronplatzgipfel vor Augen. Unter den Teilnehmern waren auch der ehemalige MTB-Teamchef Italiens und Ex-Weltmeister Hubert Pallhuber und der Trainer der italienischen Snowboardnationalmannschaft Meinhard Erlacher aus St. Vigil. Beide waren auf der PrinceClassic-Strecke unterwegs.

Die Podiumsplätze beim 3. KronplatzKing:

78 km, 3.200 Höhenmeter – Männer
1. Luca Ronchi (ITA ) 4:11.56,3 Stunden
2. Efrem Bonelli (ITA ) 4:12.40,6
3. Francesco Casagrande (ITA) 4:13.08,0

78 km, 3.200 Höhenmeter – Frauen
1. Esther Süss (SUI ) 4:56.31,9 Stunden
2. Arianne Lüthi SUI ) 5:10.06,9
3. Maria Cristina Nisi (ITA ) 5:11.07,3

47 km, 2.200 Höhenmeter – Männer
1. Michael Benjamin (GER) 2:40.12,7 Stunden
2. Julius Wagler (GER) 2:42.39,1
3. Manuel Felder (ITA/Olang ) 2:46.50,0

47 km, 2.200 Höhenmeter – Frauen
1. Klara Ursch (ITA/Tscherms) (BZ) 3:27.24,3 Stunden
2. Beatrice Brielli (ITA) 3:43.54,1
3. Alexandra Oberhollenzer (ITA/Luttach) 3:44.46,9

Hier geht's zu den vollständigen Ergebnissen!

Autor: pm/fop

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