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Fotoshooting in einem Stall bei einem Bauernhof in Afing: Johannes von Klebelsberg wird in dieser Saison für das GT Factory Team starten. © Michael Domanegg

Von Klebelsberg: „Alles sehr ungewiss“

Auch Südtirols Downhill-Ass Johannes von Klebelsberg muss auf den Saisonstart warten. „Das ist aber erstmal zweitrangig“, weiß der 24-jährige Bozner, der sich derzeit in München aufhält. Auch in seiner bayrischen Wahl-Heimat, wo er ein Restaurant betreibt, sorgt das Coronavirus für einen Ausnahmezustand.

„Es ist derzeit alles sehr ungewiss“, bringt es von Klebelsberg auf den Punkt. Eigentlich hätte der Downhill-Weltcup für die Mountainbiker am kommenden Wochenende in Portugal beginnen sollen. Eigentlich. Wie sämtliche Sportveranstaltungen auf der Welt wurde auch dieser, auf vorerst unbestimmte Zeit, verschoben.

Von Klebelsberg ist skeptisch: „Ich glaube nicht, dass diese Saison überhaupt noch über die Bühne gehen kann“. Er weiß: „Die Gesundheit geht vor. Wenn man das Problem in den Griff kriegen will, dann gilt es, länger auf Veranstaltungen zu verzichten. Sonst fängt das ganze Chaos wieder von vorne an“.

„Einiges wird sich ändern“

Der Bozner Downhiller weilt dieser Tage in München, wo er gemeinsam mit seinem älteren Bruder Valentin ein Restaurant betreibt. Die Hauptattraktion: Südtiroler Knödel. „In den kommenden Tagen wird sich einiges ändern“, weiß er schon jetzt. Noch haben die gastronomische Betriebe in Bayern geöffnet. Aber: Mit Mittwoch ist, zumindest teilweise, Schluss mit der regulären Arbeit. Dann nämlich treten auch in Bayern aufgrund der Coronavirus-Krise neue Bestimmungen in Kraft. So dürfen auch Speiserestaurants nur mehr bis 15 Uhr offen bleiben, zudem ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

„Das ist für uns, wo der Abend das Hauptgeschäft bildet, natürlich schwierig“, erklärt von Klebelsberg, betont aber auch: „Strenge Maßnahmen sind nötig, um das Virus einzudämmen“. Vielleicht setzt der junge Gastronom auf Lieferservice. „Vielleicht hat sich aber auch das bald erledigt“, weist er nochmals auf die derzeit unsichere Lage in ganz Europa hin.

Genauso wie sich ausgedehnte Mountainbike-Touren bald erledigt haben könnten. Am Dienstag waren solche Freizeitaktivitäten im Freien in Bayern jedenfalls noch möglich, den sonnigen Tag nutzte der sympathische Bozner daher für eine Trainingseinheit. Sollte die Saison in den nächsten Monaten beginnen, will von Klebelsberg jedenfalls topfit sein. Bis mindestens Anfang April sind sämtliche Veranstaltungen des internationalen Radsportverbandes UCI ausgesetzt. Die Weltcup-Etappe für die Downhiller würde – theoretisch – Anfang Juni im schottischen Fort William stattfinden.
Neues Team
Sollte von Klebelsberg in den kommenden Monaten in die Saison starten, dann für ein neues Team. Nachdem der „Downhill-Rebell“ im vergangenen Jahr „privat“ unterwegs ist, geht er nun für das GT Factory Team an den Start. Die Jeans wird er dabei freilich anbehalten, den Sport weiterhin als Hobby und als Leidenschaft, neben seiner Arbeit im Restaurant, betreiben.

In der vergangenen Saison fuhr Johannes von Klebelsberg für kein professionelles Team, sondern trug das Trikot seines Heimatvereins ASC Tiroler Radler Bozen. Ein Markenzeichen des 24-Jährigen: Jeans statt Rennanzug. © am


Im harten Downhill-Geschäft schaffte es von Klebelsberg in der letzten Saison gleich 2 Mal unter die besten 15 und holte mit Platz 13 beim Weltcup in Commezzadura im Val di Sole am Sulzberg sein bisher bestes Weltcup-Ergebnis. Daran will er anknüpfen. Aber erstmal hofft er: „Dass diese Coronavirus-Krise bald vorbei ist und alle Menschen halbwegs gut aus der Sache rauskommen“.

Autor: am

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