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Denz wird Zweiter und verpasst knapp den Etappensieg © PIXATHLON/SID

244 Kilometer: Mohoric gewinnt die längste Giro-Etappe

Der Slowene Matej Mohoric hat sich im Sprint den Tagessieg beim 101. Giro d'Italia gesichert. Das ging zu Lasten eines Deutschen, der den ersten Profisieg seiner Karriere vor Augen hatte.

Der deutsche Radprofi Nico Denz hat den Sieg auf der längsten Etappe des 101. Giro d'Italia nur knapp verpasst. Der 24-Jährige vom Team AG2R musste sich im Sprint zweier Ausreißer nach 244 km und 6:04:52 Stunden zwischen Penne und Gualdo Tadino in Umbrien hauchdünn dem Slowenen Matej Mohoric (Bahrain-Merida) geschlagen geben und wurde Zweiter.

Für Denz, der nach der Vuelta 2017 erst seine zweite große Rundfahrt bestreitet und noch keinen Profisieg auf dem Konto hat, war es dennoch der größte Erfolg seiner Karriere. Das Rosa Trikot des Gesamtführenden verteidigte der Brite Simon Yates (Mitchelton-Scott) erfolgreich, der als Sieger des Zwischensprints wertvolle Bonussekunden einfuhr und die Etappe im großen Feld 34 Sekunden hinter Mohoric und Denz beendete.

Knapp 20 Kilometer vor dem Ziel hatte der Südbadener Denz zu einem Führungsduo mit Mohoric und dem Italiener Davide Villella (Astana) aufgeschlossen. Villella fiel kurz darauf zurück, im Schlussspurt gegen den ein Jahr älteren Denz war Mohoric der stärkere und cleverere Fahrer.

Chaves verliert viel Zeit


Verlierer des Tages war der vorherige Gesamtzweite Esteban Chaves. Der kolumbianische Teamkollege von Yates hatte gesundheitliche Probleme und konnte früh nicht mehr folgen. Chaves wurde weit abgehängt, erreichte das Ziel mit mehr als zehn Minuten Rückstand und büßte damit alle Chancen auf den Giro-Sieg ein.

Sieht weiter rosa: Simon Yates. © ANSA / Daniel Dal Zennaro


Yates führt nun im Gesamtklassement mit 41 Sekunden Vorsprung auf Titelverteidiger Tom Dumoulin (Niederlande) vom deutschen Team Sunweb, der 18 km vor dem Ziel nach einem Defekt kurzzeitig zurückgefallen war.

Die elfte Etappe über 156 km zwischen Assisi und Osimo bietet einige kurze, aber knackige Anstiege. Gerade das Finale auf den letzten anderthalb Kilometern mit bis zu 16 Grad Steigung eignet sich für empfindliche Attacken. Die nächste klassische Hochgebirgsetappe findet erst am Samstag bei der Bergankunft auf dem Monte Zoncolan in den Karnischen Alpen statt.

Autor: sid

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