E Rennrad

Mark Cavendish ist das Maß aller Dinge. © APA/afp / PHILIPPE LOPEZ

Cavendish nähert sich dem Merckx-Rekord

Altstar Mark Cavendish hat seine große Chance vor der Kletter-Qual am Mont Ventoux genutzt und steht unmittelbar vor der Einstellung des Uralt-Rekords von Eddy Merckx.

Der in den vergangenen Jahren tief gefallene Brite sprintete bei der Tour de France am Dienstag zu seinem 33. Etappensieg und liegt damit nur noch einen Erfolg hinter der Rad-Legende aus Belgien. Für Cavendish, der das Finale knapp vor den Belgiern Wout van Aert und Jasper Philipsen gewann, war der Triumph auf dem 190,7 Kilometer langen Teilstück vom Olympia-Ort Albertville nach Valence bereits der dritte Tagessieg in diesem Jahr.


Der Ex-Weltmeister vom Team Deceuninck-Quick-Step wird damit neben Gelb-Träger und Titelverteidiger Tadej Pogacar immer mehr zum Star dieser 108. Frankreich-Rundfahrt. Nach seinen Siegen in Fougères, Châteauroux und Valence wird es zudem weitere Chancen geben, um nicht nur mit Merckx gleichzuziehen, sondern schon 2021 alleiniger Rekordhalter für Tagessiege beim wichtigsten Radrennen der Welt zu werden.

Zwei Mal auf den Mont Ventoux
Nach der perfekt vorbereiteten Sprint-Show von Routinier Cavendish, der ein nervöser Etappenverlauf vorausging, dürfte sich der Fokus schon am Mittwoch wieder komplett auf den neuen Tour-Dominator Pogacar richten. Der Slowene düpierte in den Alpen am vergangenen Wochenende die komplette Konkurrenz und gilt bei der schweren Etappe, bei der am Mittwoch der legendäre Mont Ventoux in der Provence erstmals gleich doppelt überquert wird, als heißester Anwärter auf den nächsten großen Coup.

Will seine Führung weiter ausbauen: Tadej Pogacar © APA/afp / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT


Im Gegensatz zu den harten und kalten Alpen-Etappen am Wochenende hat die nächste Corona-Testreihe keine Folgen für das Feld ergeben. 164 von 165 Fahrern konnten das Rennen zum Start der zweiten Tour-Woche fortsetzen, nur der Deutsche Jonas Koch konnte wegen einer nicht näher genannten Krankheit nicht mehr an den Start gehen. „Leider war Jonas Koch in den vergangenen zwei Tagen krank und wird nicht zum Start bei der 10. Etappe erscheinen“, hieß es von seinem Team Intermarché-Wanty Gobert.
Roglic gibt sich nicht geschlagen
Schon seit dem Wochenende nicht mehr dabei ist der von einem Sturz geplagte Primoz Roglic. Der Jumbo-Visma-Profi galt als einer der Topfavoriten auf Gelb, nachdem er sich 2020 nur knapp seinem Landsmann Tadej Pogacar geschlagen geben musste. Wenn es nach Sportdirektor Merijn Zeeman geht, wird Roglic im nächsten Jahr einen weiteren Anlauf wagen. „Er wird nächstes Jahr zur Tour zurückkehren. Das ist das Rennen, bei dem er zeigen möchte, dass er die Nummer eins der Welt ist. Er wird zurückkommen“, sagte Zeeman dem Fachportal Cyclingnews.

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