E Rennrad

Wer holt sich in diesem Jahr den Sieg? © ANSA / DANIEL DAL ZENNARO

Der 102. Giro d'Italia im SportNews-Check

Am 11. Mai fällt der Startschuss für das wichtigste Radrennen Italiens. Dann werden insgesamt 176 Fahrer aus 22 Mannschaften in drei Wochen rund 3.580 Kilometer absolvieren. SportNews wirft einen Blick voraus und gibt auf offene Fragen eine Antwort.

Gesamtwertung

Der prominenteste Name im stark besetzten Peloton ist ohne Frage Vincenzo Nibali. Der Sizilianer ist nach dem bei der Tour de France 2018 erlittenen Wirbelbruch erneut in ausgezeichneter Form und hofft die Giro-Siege aus den Jahren 2013 und 2016 wiederholen zu können. Die Chancen dazu stehen gut, denn der 34-Jährige präsentierte sich zuletzt sowohl bei der Tour of the Alps, als auch beim Radsport-Monument Lüttich-Bastogne-Lüttich in starker Form. Der Italiener, der in dieser Saison die Vorbereitung ein wenig nach vorne verschoben hat, startet jedoch nicht als Topfavorit. Nichtsdestotrotz ist mit dem „Hai von Messina“ bei einer Grand-Tour immer zu rechnen.

Vincenzo Nibali peilt seinen dritten Giro-Sieg an. © APA/afp / MARCO BERTORELLO

Seine größten Widersacher kommen mit Primoz Roglic, Tom Dumoulin und Simon Yates wohl aus Europa. Vor allem der Slowene Roglic steht bei den Experten ganz oben auf dem Zettel. Der frühere Skispringer ist ein perfekter Allrounder: Egal ob Anstiege, Abfahrten oder Zeitfahren, der 29-Jährige ist in jeder Disziplin Weltklasse. Was dem Jumbo-Visma-Profi zum Verhängnis werden könnte, ist die zum Vergleich zu seinen Konkurrenten geringere Erfahrung. In Abwesenheit von Titelverteidiger Chris Froome, Tour-Sieger Geraint Thomas und deren verletztem Teamkollegen Egan Bernal können sich auch Miguel Angel Lopez, Rafal Majka, Mikel Landa, Ilnur Zakarin und Bauke Mollema Hoffnungen auf eine Top-Platzierung in der Gesamtwertung machen.

Sprinter

Was die Punktewertung betrifft hat die Mannschaft Deceunick-Quick-Step mit Elia Viviani den großen Favoriten in ihren Reihen. Der 30-Jährige holte sich im letzten Jahr den Sieg in dieser Wertung und ist auch bei der 102. Ausgabe des Giros der heißeste Anwärter auf die „Maglia Ciclamino“. Caleb Ewan, Pascal Ackermann und Arnaud Demare wollen dem Omnium-Olympiasieger von 2016 diesen Titel streitig machen.

Die Etappen

In Dorothea Wierers Heimat macht der Giro Halt: Rad-Ikone Gilberto Simoni stemmt mit der 29-Jährigen die Trophäe hoch. © ANSA / ANDREA SOLERO

Wie immer bei einer Grand-Tour wird das Rennen auf 21. Etappen aufgeteilt. Eine Etappe, nämlich die 17. wird fast ausschließlich auf Südtiroler Boden gefahren. Von Commezzadura zieht es das Peloton über den Mendelpass Richtung Bozen, um anschließend über das Eisack- und Pustertal nach Antholz zu gelangen. Dort findet die Etappe nach 181 km sein Ende. Tags drauf zieht der Tross nach Olang weiter, wo der Start zur 18. Etappe erfolgt. Im Ziel von Santa Maria di Sala haben die Sprinter dann zum letzten Mal die Chance sich unter Beweis zu stellen.

Den wohl härtesten Abschnitt müssen die Profis zwei Tage zuvor überstehen, wenn es von Lovere über den Gavia- und Mortirolopass nach Ponte di Legno geht. Neben den zahlreichen Bergetappen verspricht auch das abschließende Zeitfahren in Verona viel Spannung, denn so kann es wie im Jahr 2017 noch am letzten Tag zu einem Wechsel im Rosa Trikot kommen.


Der Etappenplan des Giro d'Italia 2019:

1. Etappe: Einzelzeitfahren Bologna (8,2 km)
2. Etappe: Bologna – Fucecchio (205 km)
3. Etappe: Vinci – Orbetello (220 km)
4. Etappe: Orbetello – Frascati (235 km)
5. Etappe: Frascati – Terracina (140 km)
6. Etappe: Cassino – San Giovanni Rotondo (238 km)
7. Etappe: Vasto – L'Aquila (185 km)
8. Etappe: Tortoreto Lido – Pesaro (239 km)
9. Etappe: Einzelzeitfahren Riccione – San Marino (34,8 km)
10. Etappe: Ravenna – Modena (145 km)
11. Etappe: Carpi – Novi Ligure (221 km)
12. Etappe: Cuneo – Pinerolo (158 km)
13. Etappe: Pinerolo – Ceresole Reale (196 km)
14. Etappe: Saint-Vincent – Courmayeur (131 km)
15. Etappe: Ivrea – Como (232 km)
16. Etappe: Lovere – Ponte di Legno (226 km)
17. Etappe: Commezzadura – Antholz (181 km)
18. Etappe: Olang – Santa Maria di Sala (222 km)
19. Etappe: Treviso – San Martino di Castrozza (151 km)
20. Etappe: Feltre – Croce d'Aune (194 km)
21. Etappe: Einzelzeitfahren Verona (17 km)

Autor: leo

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