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Arm in Arm mit Teamkollegen: Roglic feiert Vuelta-Sieg © APA/afp / OSCAR DEL POZO

Ex-Skispringer auf Radsport-Gipfel

Der Slowene Primoz Roglic vom Team Jumbo-Visma hat erstmals die Spanien-Rundfahrt der Radprofis gewonnen. Die letzte Etappe gewann der Niederländer Fabio Jakobsen.

Bei der 74. Vuelta wurde der 29 Jahre alte ehemalige Skispringer am Sonntag auf dem Weg nach Madrid – traditionell – nicht mehr angegriffen und verteidigte somit sein Rotes Trikot. Das Gesamtpodest komplettieren der spanische Weltmeister Alejandro Valverde sowie Roglic-Landsmann Tadej Pogacar.

Die 21. Etappe von Fuenlabrada nach Madrid über 105,6 Kilometer gewann am Sonntagabend Fabio Jakobsen aus den Niederlanden.

Vom Skispringer zum Radprofi
Arm in Arm mit seinen Teamkollegen genoss Primoz Roglic den finalen Weg nach Madrid und damit den größten Triumph seiner Radsport-Karriere. Der frühere Skispringer ist mit seinem Gesamtsieg bei der 74. Spanien-Rundfahrt bei den ganz Großen angekommen und hat seinen Sportartenwechsel von der Schanze auf das Fahrrad gekrönt. „Ich habe mich so gut wie möglich auf diese Vuelta vorbereitet. Es waren 3 harte Wochen und ich bin froh, dass es zu Ende geht“, sagte ein sichtlich erleichterter Roglic.

Der Weg des stillen und zurückhaltenden Slowenen hätte spektakulärer kaum verlaufen können. Von seinem achten Lebensjahr an übte sich Roglic auf der Schanze, einer erfolgreichen Karriere als Skispringer stand in der Folge nicht mehr viel im Wege. Doch ein schwerer Sturz sorgte 2011 für einen vorzeitigen Spurwechsel, Roglic wurde Radprofi und feierte schnell auch hier seine Erfolge. An den Skispringer erinnern heute eigentlich nur noch der Telemark auf dem Siegerpodest – und die Berge, die er nun hinaufklettert statt hinunterfliegt. „Vor 5 Jahren war das unvorstellbar“, sagt er zu seinem Werdegang.

Die Lockerheit, mit der Allrounder Roglic alle Rückschläge wegsteckte, beeindruckte die Konkurrenz besonders. Selbst ein Massensturz auf der 19. Etappe, in den Roglic verwickelt war und der Teamkollege Tony Martin ein blutüberströmtes Gesicht bescherte, konnte den Slowenen nicht stoppen. Das Rote Trikot, das er auf dem Weg nach Madrid so stolz präsentierte, gab er seit seinem überlegenen Erfolg im Einzelzeitfahren vor knapp 2 Wochen nicht mehr ab.


Autor: dpa/zor

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