E Rennrad

Ist der erste italienische Etappensieger des diesjährigen Giros: Fausto Masnada © APA/afp / LUK BENIES

Italienischer Feiertag beim Giro

Der italienische Radprofi Fausto Masnada hat als erfolgreicher Ausreißer die sechste Etappe des Giro d'Italia gewonnen und für den ersten Gastgebersieg der 102. Ausgabe gesorgt.

Der 25-Jährige aus der kleinen Mannschaft Androni Giocattoli setzte sich nach 238 km zwischen Cassino und San Giovanni Rotondo im Sprint gegen seinen Begleiter Valerio Conti (Italien/UAE Team Emirates) durch.

Aber auch für Conti war es ein Feiertag, der 26-Jährige eroberte durch seine couragierte Fahrt das Rosa Trikot des Gesamtführenden vom Slowenen Primoz Roglic, der auf der Etappe einen Sturz glimpflich überstand und mit einem Rückstand von deutlich über sieben Minuten das Ziel erreichte. Allerdings gab Roglic das Rosa Trikot freiwillig ab, um seinen Helfern der Mannschaft Jumbo-Visma in den kommenden Tagen einige Arbeit zu ersparen. Er liegt 5:24 Minuten hinter Conti.

Valerio Conti holte sich das Rosa Trikot. © APA/afp / LUK BENIES


„Ich bin sehr glücklich. Ich wusste, das kann mein Tag werden. Unser Ziel war dieser Etappensieg“, sagte Masnada, während sich auch Conti freute: „Für einen italienischen Fahrer ist das fantastisch. Ich wollte eigentlich auch die Etappe gewinnen, aber Fausto war unglaublich stark.“

Conti trägt damit als erster Italiener seit Vincenzo Nibali (2016) das begehrte Führungstrikot. Er ist aber kein Fahrer, der den Giro-Favoriten unter normalen Umständen in der entscheidenden dritten Rennwoche gefährlich werden kann.

Auf der siebten Etappe am Freitag verspricht die Endphase einige Spannung. Nach dem Start in Vasto und einem Anstieg der zweiten Kategorie ist nach 185 km vor allem das Finale in L'Aquila interessant. Auf dem letzten Kilometer geht es stramm bergauf, die Klassementfahrer um Roglic könnten dort um wertvolle Sekunden ringen.

Autor: sid

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