E Rennrad

Sepp Kuss siegte. © APA/afp / PHILIPPE LOPEZ

Kuss siegt in Andorra, Pogacar ganz souverän

Titelverteidiger Tadej Pogacar hat sein Gelbes Trikot beim wilden Pyrenäen-Ritt nach Andorra souverän verteidigt und kommt seinem zweiten Gesamtsieg bei der Tour de France immer näher.

Beim Sieg des Amerikaners Sepp Kuss kontrollierte der 22 Jahre alte Slowene am Sonntag auf der 15. Etappe auf den 191,3 Kilometern von Céret nach Andorra la Vella souverän das Feld der Favoriten, ohne dabei eine eigene furiose Attacke wie in den Alpen zu starten.


Auf dem Weg zum steilen Col de Beixalis, von dessen Gipfel es noch 15 Kilometer bergab ins Ziel ging, versuchten es die Verfolger Rigoberto Uran (Kolumbien), Richard Carapaz (Ecuador) und Jonas Vingegaard (Dänemark) mit mehreren couragierten Attacken, doch der Mann in Gelb konterte alle Angriffe ohne Probleme. An der Spitze fuhr Jumbo-Visma-Profi Kuss zum hart erkämpften Sieg, den auch der 41 Jahre alte Routinier Alejandro Valverde mit seinen Künsten in der Abfahrt nicht mehr verhindern konnte. Noch vor dem Ziel warf Kuss vor Freude seine Sonnenbrille ins Publikum.

Ausreißer mit großem Vorsprung
Dass Pogacar und Co. diesmal nichts mit dem Tagessieg zu tun haben, wurde schon früh am Tag klar. In einer 32-köpfigen Spitzengruppe befanden sich zahlreiche Topteams und Spitzenfahrer wie Weltmeister Julian Alaphilippe und Allrounder Wout van Aert, aber kein einziger Gesamtklassement-Fahrer, der dem Gelb-Träger bei zu viel Vorsprung hätte gefährlich werden können.

Tadej Pogacar hält seine Gegner unter Kontrolle. © APA/afp / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT


Nach der turbulenten und heißen Auftakthatz in den Pyrenäen ist nun erst einmal Regeneration angesagt. Der Ruhetag in Andorra wird dem Peloton eine kurze Verschnaufpause einräumen, bevor es am Mittwoch und Donnerstag noch einmal richtig schwer wird. Die beiden Bergankünfte am Col du Portet und in Luz Ardiden zählen zu den anspruchsvollsten Etappen der 108. Auflage der Tour. Pogacars Vorsprung gepaart mit seiner extrem starken Verfassung dürften den Champion unangreifbar machen, doch auch die beiden Podestplätze in Paris bleiben heiß begehrt.

Schlagwörter: radsport

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