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Der große Sieger der Tour der France: Tadej Pogacar © APA/afp / KENZO TRIBOUILLARD

Pressestimmen: „Pogacar sah aus wie ehrfürchtiges Kind“

Den Sensationssieg des Slowenen Tadej Pogacar der 107. Tour de France vom Sonntag kommentieren internationale Medien wie folgt:

FRANKREICH:
Le Parisien – Aujourd'hui en France: „Die Champs waren slowenisch: Die slowenischen Fahnen wurden gestern auf den Champs-Élysées rausgeholt, um den Landeshelden (und) Tour-Sieger Tadej Pogacar zu begrüßen.“

L'Équipe: „Jung und unbekümmert. Genau wie Laurent Fignon 1983 hat der 21 Jahre alte Tadej Pogacar gestern Geschichte geschrieben, in dem er die Tour bei seiner ersten Teilnahme gewann.“

Le Figaro: „Tadej Pogacar – blitzartiger Aufstieg. Der junge Slowene, Überraschungssieger der Tour de France, erweist sich als eines der Symbole einer enthemmten neuen Welle.“
GROSSBRITANNIEN:
The Guardian: „Präsentationen maskierter Teams in Nizza, positiver Covid-19-Test für den Tour-Direktor...es war eine merkwürdige Tour, doch der Gewinner wirkt so, als ob er gekommen sei, um an der Spitze eines aufregenden jungen Nachwuchses von Radsportlern zu bleiben. (...) Der jüngste Gewinner der Tour de France seit einem Jahrhundert fuhr am Sonntag bei Sonnenuntergang in die Stadt des Lichts, und er sah von Kopf bis Fuß wie ein ehrfürchtiges Kind aus.“

Primoz Roglic zeigte sich als als großer Sprtsmann und guter Verlierer. © APA/afp / KENZO TRIBOUILLARD


The Independent: „Der Rookie der Tour de France, Tadej Pogacar, hat einen Tag vor seinem 22. Geburtstag das Prestige-Rennen des Radsports gewonnen und wurde damit der zweitjüngste Gewinner des 117-jährigen Events, das dieses Jahr der sich verschlimmernden Coronavirus-Epidemie in Frankreich trotzte und sie meisterte.“

The Telegraph: „Der Sieg von Tadej Pogacar ist ein Triumph – genauso wie die komplette Durchführung des Rennens selbst während der Pandemie.“
SCHWEIZ:
Neue Zürcher Zeitung: „Tadej Pogacar gewinnt die Tour de France – seine Leistungen sind spektakulär, aber nicht übernatürlich. Der Slowene sieht sich pauschalen Dopingverdächtigungen ausgesetzt. Das ist ungerecht, seine Leistungen halten kritischen Analysen stand.“
SPANIEN:
Marca: „Tadej Pogaçar, es kann kein anderer sein. Champion der Tour, Träger des Gelben Trikots, obwohl er es während des gesamten Rennens nur an einem Tag, dem letzten, trug. Etappensieg in den Pyrenäen (Laruns), Alpen (Grand Colombier) und La Planche des Belles Filles mit einem Zeitfahren für die Geschichte der Tour de France. (...) Fantastisch. Bei wie vielen Touren kann dieser Junge mitmachen?“
ITALIEN:
La Gazzetta dello Sport: „Sein Schicksal trägt Tadej in seinem Namen geschrieben, der so viel wie tapferes Herz bedeutet. So gewann der junge Slowene aus Komenda, einem kleinen Dorf in Alta Carniola, die 107. Tour de France. Mit Herz und Klasse rächte er sich an dem Wind, der sein Feind gewesen war, und gestern kippte er die Tour und täuschte die Stoppuhr auf den 36 Kilometern von Lure bis zur Planche des Belles Filles. Diejenigen (Kilometer), die sein Leben für immer verändert haben.“

Mit schmerzverzerrtem Gesicht überquerte Tadej Pogacar nach seinem sensationellen Zeitfahren am Samstag die Ziellinie. © APA/afp / CHRISTOPHE ENA


La Stampa: „Das slowenische Phänomen, 22 Jahre alt, gewinnt eine Tour de France voller junger Talente. Es ist eine Generation der Phänomene. Die Tour hat den extrem jungen Tadej Pogacar zu ihrem König gekrönt, die große Entdeckung der 107. Tour, bei der alle einen Zweikampf zwischen dem anderen Slowenen Roglic und Vorjahressieger Bernal erwartet hatten.“
NIEDERLANDE:
de Volkskrant: Unter der Überschrift „Schizophrene Tour in einer leeren Stadt“: „Die Tour des Jahres 2020 endete unter den gleichen schizophrenen Bedingungen, wie sie vor drei Wochen an der Côte d'Azur begonnen hat. Während die Zahl der Infektionen in Frankreich weiter zunahm – inzwischen sind es regelmäßig mehr als 10 000 pro Tag – fuhren die Teilnehmer von einem Corona-Brandherd (Nizza) zum anderen (Paris)... Trotz des spektakulären Ausgangs des slowenisch-slowenischen Duells ist die denkwürdigste Leistung der Tour wohl die Tatsache, dass das Peloton es überhaupt nach Paris geschafft hat.“

Autor: dpa/leo

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