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Es kracht in der Radsport-Szene. © APA/afp / TOMMASO PELAGALLI

„Schweinerei“: Radsport-Boss kritisiert Managerkollege

Radsport-Funktionär Ralph Denk vom Team Bora-hansgrohe hat seinen Managerkollegen Patrick Lefevere vom Rennstall Deceunick-Quickstep kritisiert.

Es geht um den Vorwurf, dass Denk und Bora-hansgrohe Quickstep-Radprofis abwerben und womöglich das ganze Team zur Saison 2022 übernehmen wollen. „Ich finde das schon fast eine Schweinerei, dass er es so hinstellt. Es ist auf jeden Fall nicht gentleman-like. Das bin auch ich nicht gewohnt“, sagte Denk nach dem Frühjahrsklassiker Mailand-Sanremo der Deutschen Presse-Agentur.


Lefevere hatte Denk in einer Kolumne bei Het Nieuwsblad als „König der Jagd“ bezeichnet und behauptet, der Deutsche schicke seinen Fahrern um Supertalent Remco Evenepoel Vertragsvorschläge. Für Denk stellt sich der Sachverhalt anders dar. „Ich habe den höflichen Weg gemacht. Wir haben 19 World-Tour-Mannschaften und jede hat Interesse an Remco. Patrick hat ihn entdeckt, deshalb habe ich mit ihm über die Situation gesprochen. Patrick hat gesagt, er hat noch keine Sponsoren für nächstes Jahr, aber eine Option für Remco. Die wäre diskutierbar im Falle dessen, dass er kein Team mehr hat.“

Das Angebot sei von Deceunick-Quickstep-Boss Lefevere gekommen, unterstrich Denk. Inzwischen soll sich für den Rennstall ein Sponsor gefunden haben. „Für uns ist das Thema vom Tisch“, stellte Denk klar. Warum Lefevere seine Ehrlichkeit nicht honoriert habe, wisse er nicht – „vielleicht ist er schon zu alt dafür“, fügte der Bora-Teamchef an.

Autor: dpa

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