E Rennrad

Tadej Pogacar deklassierte seine Konkurrenz. © APA/afp / CHRISTOPHE PETIT TESSON

Tour-Favorit Pogacar dominiert im Zeitfahren

Titelverteidiger Tadej Pogacar hat am Mittwoch im Nieselregen von Laval im ersten Kräftemessen der Tour-Favoriten seine ganze Stärke demonstriert.

Der Slowene gewann das erste Einzelzeitfahren der 108. Tour de France überlegen und schrammte um nur acht Sekunden am Gelben Trikot vorbei. Das verteidigte der Niederländer Mathieu van der Poel etwas überraschend erfolgreich, während Sieganwärter wie Julian Alaphilippe und Primoz Roglic eine Schlappe hinnehmen mussten.


In der hügeligen Landschaft östlich von Rennes legte Pogacar ein phänomenales Zeitfahren hin, verwies nach 27,2 Kilometern den Schweizer Europameister Stefan Küng und den Dänen Jonas Vingegaard auf die Plätze zwei und drei. Der Vorjahreszweite Roglic, den noch immer die Nachwirkungen eines Sturzes plagen, war 44 Sekunden langsamer als Pogacar und nimmt bereits eine gewaltige Hypothek mit in die am Samstag beginnenden Bergetappen.

Kein Kraut gewachsen
Pogacar hatte die gesamte Konkurrenz schon bei der ersten Zwischenzeit geschockt und seinen Vorsprung kontinuierlich ausgebaut. Die Konkurrenz muss den Slowenen nun in den Bergen attackieren.

Am Donnerstag schlägt aber wieder die Stunde der Sprinter. Alles andere als ein Massensprint in Chateauroux wäre eine Überraschung, zumal auf der Strecke gerade mal eine kleine Bergwertung zu bewältigen ist. Mark Cavendish wird auf einen weiteren Erfolg spekulieren. Der Brite feierte in Chateauroux 2008 seinen ersten Etappensieg bei der Tour, weitere 30 folgten.

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