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Doping: Weiterer deutscher Arzt im Visier der Behörden © PIXATHLON/SID

ARD-Dopingredaktion: Razzia bei weiterem deutschen Arzt

Ein weiterer deutscher Arzt ist wohl im Rahmen der Ermittlungen um die „Operation Aderlass“ ins Visier der Behörden geraten.

Wie die ARD-Dopingredaktion und die Süddeutsche Zeitung am Freitagabend berichteten, soll die Staatsanwaltschaft Innsbruck nun auch gegen deutschen Arzt Ulrich Haegele ermitteln. Haegele, der zuletzt für den Österreichischen Skiverband (ÖSV) tätig war, streitet jede Verwicklung in Dopinggeschäfte ab.

Die ARD-Dopingredaktion berichtet weiter, Haegeles Haus sei durchsucht worden. Es seien keine Dopingmittel gefunden worden, Computer und Mobiltelefone hätten die Ermittler jedoch mitgenommen. Haegele streite ab, den in der „Operation Aderlass“ beschuldigten Mediziner Mark S. zu kennen oder mit ihm zusammengearbeitet zu haben.

Im Zuge der „Operation Aderlass“ waren im März Mark S. und drei seiner Komplizen festgenommen worden. Der Mediziner soll Drahtzieher eines international agierenden Dopingnetzwerks sein. Über die Machenschaften des Netzwerks hatte der ehemalige Skilangläufer Johannes Dürr als Kronzeuge ausgesagt und sich dabei selbst belastet. Mittlerweile sind zahlreiche Sportler als Dopingsünder aufgeflogen.

Arzt ist verwundert
Haegele bezeichnete Dürr laut ARD-Dopingredaktion als einen „netten Kerl“. Er unterstellte dem 32-Jährigen jedoch, dass dieser willkürliche Anschuldigungen erhebe. Es sei „natürlich naheliegend, dass er mich beschuldigt“, meinte Haegele: „Ich war der gesamtverantwortliche Teamarzt im Österreichischen Skiverband für den Ausdauerbereich. Es hat mich sogar ein bisschen gewundert, dass sie erst so spät gekommen sind.“

Autor: sid

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